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Neu im Zoo: Präriehunde erhalten riesige Freianlage am RWE-Delphinarium

Wieder einmal sorgt der deutsche Artname für ein bisschen Verwirrung. Sind Präriehunde wirklich Hunde und leben diese in der Prärie? Letzteres stimmt, aber die plumpen, kurzbeinigen und -schwänzigen Kleinsäuger sind eine nordamerikanische Gattung der Erdhörnchen und mit den Murmeltieren näher verwandt. Der „Hundeanteil" in ihrem Namen rührt von ihren bellenden Lauten her, die bei Hierarchiekämpfen ausgestoßen werden.

Sechs geschäftig-grabende Präriehunde sind seit neustem Bewohner einer riesigen Freianlage, die sich gegenüber dem Eingangsbereich des RWE-Delphinariums befindet. Nicht nur, dass sie mit ihren Ausmaßen den Tieren eine luxuriöse Unterkunft bietet. Die Freianlage verkürzt den Besuchern, die auf die nächste Delphin-Vorführung warten, die Wartezeit aufs Angenehmste: Präriehunde sind tagaktiv und damit während der Öffnungszeiten durchgehend zu beobachten und begeistern durch ihr quirliges Verhalten. Sie halten darüber hinaus keinen Winterschlaf und kommen selbst bei Schneetreiben ins Freie. Die hartgesottenen Zoobesucher werden dies in den Wintermonaten sehr zu schätzen wissen!

Die Freianlage wurde bestens für die Belange der Grab-Weltmeister eingerichtet: mit ausreichend Mutterboden, damit die Präriehunde ihre ausgedehnten Erdhöhlen anlegen können. Die ausgehobene Erde wird grundsätzlich um die Eingänge angehäuft, so dass bei Überschwemmungen kein Wasser hineinlaufen kann. Präriehunde sind klein und müssen ihre Umgebung gut im Blick haben. Dafür finden sich einige Baumstämme und Findlinge auf der Anlage, die als Aussichtsplattform dienen. Schließlich gilt es auch, das eigene Territorium gegeneinander abzugrenzen. Und nachdem sich die beiden Böcke die vier Weibchen untereinander schon aufgeteilt haben und ihren eigenen Familienverband gründen, ist es von Vorteil zu sehen, wo denn die Nachbarn gerade sind.

Präriehunde ernähren sich hauptsächlich von Gräsern. Vor ihrem Einzug in die Anlage wurde diese einige Zeit sich selbst überlassen, damit saftiges Grün wachsen kann. So finden die Tiere derzeit einen reich gedeckten Tisch vor ihrer Haustüre.

Die Paarungszeit ist soeben vorbei. Bis zu 8 nackte und blinde Jungtiere kommen nach einer Tragzeit von 35 Tagen zur Welt. Sie werden 40 bis 50 Tage gesäugt, dann verlassen sie erstmals ihren Bau. Schon bald könnten die zwei Familien anwachsen...

Mehr zu* ZOO DUISBURG AG im Meldungsarchiv

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