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VDI-Studie: Familienfreundlichere Arbeitszeiten gefordert

Vier von fünf ingenieurwissenschaftlichen Führungskräften mit Kindern würden zugunsten eines guten Kinderbetreuungsangebotes auf eine Erhöhung des Kindergeldes um zehn bis zwanzig Euro verzichten. Das ergab eine Studie, die der VDI in Zusammenarbeit mit der TU München, Fachgebiet Gender Studies, erstellt hat und jetzt auf der Hannover Messe präsentiert.

Kinder beeinflussen weiterhin vorwiegend die Karrieren von Frauen statt von Männern. 15% der weiblichen Führungskräfte sehen keine Schwierigkeiten durch Kinder bei ihrem Karriereweg. Dagegen fühlen sich 50% der Männer gar nicht durch Kinder in ihrem Karriereweg beeinflusst. Personalverantwortliche von Unternehmen stehen Auszeiten zur Kinderbetreuung mehrheitlich positiv gegenüber, sagen aber, dass eine Auszeit von mehr als zwölf Monaten sich negativ sowohl auf die einzelne Karriere als auch das Unternehmen auswirkt.

"Wir brauchen hier gerade auf Unternehmensseite noch breitere Angebote, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen", sagt Sylke Pageler, Vorsitzende des VDI-Bereichs "Frauen im Ingenieurberuf" (fib). Flexiblere Arbeitszeiten wie zum Beispiel Tage, an denen von zu Hause aus gearbeitet werden kann, wären eine Lösung. Zwei von drei Befragten Ingenieuren wünschen sich flexiblere Arbeitszeiten. "Nicht nur in Zeiten des Fachkräftemangels ist Familienfreundlichkeit durchaus als Standortvorteil für Unternehmen anzusehen", so Pageler.

Weitere Ergebnisse der Studie werden im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf der Hannover Messe am 24. April 2008 vorgestellt (VDI-Stand, Halle 2, D36, 13.30 Uhr). An der Studie nahmen über 650 Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Personalverantwortliche aus Unternehmen teil. Etwa die Hälfte der Befragten nimmt eine Führungsposition ein. "Uns geht es geht darum zu erfahren, wie die Situation von Ingenieuren und Ingenieurinnen zwischen Karriere und Familie ist. Daraus wollen wir berufspolitische Ideen zur Verbesserung dieser Situation ableiten", erklärt Pageler.

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