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Der Funke der Balz scheint auf die oberhalb des Streichelzoos, auf der großen Wisent-Freianlage gehaltenen Schwarzstörche übergesprungen zu sein. Im letzten Jahr gesellte sich zum ursprünglich aus dem Zoo Münster stammenden 8jährigen Hahn ein Weibchen aus Polen. Es gibt gerade einmal 200 Schwarzstörche in den Zoologischen Gärten Europas und im Moment besteht dringender Damenbedarf. Das knapp 3jährige Weibchen hatte in der Wildbahn einen komplizierten Flügelbruch erlitten und gelangte so in den Zoo Lodz in menschliche Obhut.
Männliche Schwarzstörche gelten als wahre Aggressoren. Würde der Hahn eine Henne mit Handikap akzeptieren? Insofern war es sicher ein Wagnis, das - allerdings - einzige damals verfügbare Weibchen an den Kaiserberg zu holen. An diesem Punkt nehmen die Pfleger eine Schlüsselstellung ein, denn das Aneinandergewöhnen unter Aufsicht muss in seinem Ablauf sorgfältig geplant und sanft durchgeführt werden. Wie erwartet dauerte es lange, bis das Männchen seine instinktiv territorial-dominante Art soweit ablegte und das Weibchen nicht mehr attackierte.
Rechtzeitig zur Brutzeit hat das neue Paar mit seiner Balz begonnen. Erfolgreich brütende Schwarzstörche errichten ein großes Zweignest, das einen Durchmesser von gut 150 cm erreichen kann. Gewöhnlich werden 3 bis 4 Eier gelegt, aus denen nach etwa einem Monat die Jungvögel schlüpfen. Die ganz in einem weißen Daunengefieder gekleideten Jungvögel werden gut zwei Monate von den Altvögeln betreut, bevor die Jungvögel flügge sind. Im Alter von drei Jahren erreichen die jungen Schwarzstörche ihre Geschlechtsreife.
Der Zoo Duisburg hofft sehr auf einen Bruterfolg, denn Schwarzstörche gelten im Freiland gebietsweise als bedroht.
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