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Nachwuchs bei den Fischkatzen im Alfred-Brehm-Haus

Nachdem das bewährte Fischkatzenpaar des Tierparks „Perak" und „Lenya" im vergangenen Jahr eine Zuchtpause eingelegt hat, gab es im März 2008 wieder einen Wurf bei dieser südasiatisch bis südostasiatisch verbreiteten Kleinkatzenart.

Die Elterntiere „Perak" (geb. 29.9.1999) und „Lenya" (geb. 2.8.1998) kamen 2002 aus dem englischen Zoo Port Lympne in den Tierpark Berlin. Dort bezogen beide eine Käfigbox im Alfred-Brehm-Haus und fühlten sich ganz offensichtlich wohl, bereits im Folgejahr hatten beide die ersten Jungen. Bis heute brachte das Paar insgesamt 13 Junge, von denen „Lenya" neun aufgezogen hat. Dieses gute Aufzuchtsergebnis zeigt, dass „Lenya" eine gute Mutter ist. Der Vater „Perak" beteiligt sich wie im Freiland gewöhnlich auch nicht an der Jungenaufzucht und wird daher während der Aufzucht getrennt von seiner Frau gehalten. Das Muttertier bezieht schon einige Tage vor dem Wurftermin eine ruhige, für den Besucher nicht einsehbare Mutterbox. Bei den am 6.3.2008 geborenen Zwillingen handelt es sich um Männchen. Einer der beiden wurde nicht großgezogen, der zweite entwickelt sich dafür um so prächtiger und wiegt derzeit 670 g. Die Pfleger tauften den kleinen Kater auf den Namen „Kelang". Mit vier Wochen ist der Kleine im Entdeckungsalter und fängt langsam an die Wurfkiste zu verlassen und seine Umwelt zu erkunden. In der Schaubox ist „Kelang" momentan noch nicht zu sehen, das wird frühestens in 2-3 Wochen möglich sein.

Die Zucht von Kleinkatzen in Zoologischen Gärten ist nicht einfach, weil Kleinkatzenmütter bei der Jungenaufzucht sehr störungsanfällig sein können. Und auch die kontinuierliche Zucht von Fischkatzen im Tierpark kann nicht als alltäglich bezeichnet werden. Für die Art gibt es ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP), welches im tschechischen Zoo Decin koordiniert wird und an dem sich auch der Tierpark mit seinen Nachzuchten beteiligt.

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