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Stadtdirektor Dr. Greulich eröffnet Amphibien-Schutzkampagne

Amphibien stoßen nicht unbedingt auf großes Interesse. Charismatische Arten sind eher große Säugetiere und farbenprächtige Vögel. Doch sind gerade Amphibien mitunter am stärksten vom Aussterben bedroht, weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit. Bereits bei der Hälfte der rund 6000 Frösche, Kröten, Unken, Salamander, Molche und Blindwühlen sind Existenz bedrohende Verluste in den Beständen zu verzeichnen. Die 21 hierzulande beheimateten Arten stehen alle seit 1980 unter Naturschutz. Allerdings hält die Dezimierung durch Lebensraumzerstörung, Belastung von Gewässern und Entnahme von Tieren für die Heimtierhaltung an.

Seit Jahren engagiert sich der Zoo Duisburg im Amphibienschutz und bietet mit einem Feuchtbiotop einer kleinen Schar an heimischen Amphibien Heimat und Laichgelegenheit. Passend hierzu hat der Dachverband der europäischen Zoos und Aquarien (EAZA) dieses Jahr zum „Jahr des Frosches" ausgerufen und möchte mit dieser internationalen Kampagne die Besucher für die Belange des Natur- und Artenschutzes im Bereich der Amphibien sensibilisieren. Stadtdirektor und Umweltdezernent Dr. Peter Greulich hat ohne langes Zögern die Schirmherrschaft übernommen. Im laufenden Jahr finden viele Informationsveranstaltungen, Rallyes für die Kinder und sogar eine eigene Kampagnenwoche im Zoo Duisburg statt, um Spendengelder einzuwerben. Beispielsweise gilt es, eine Pilzerkrankung dringend näher zu erforschen, die auch heimischen Arten wie Geburtshelferkröte, Feuersalamander und Erdkröte schwer zu schaffen macht.

Wenn Dr. Greulich am kommenden Samstag die Kampagne offiziell im Zoo eröffnet, werden Kinder der Waldjugend Duisburg zusammen mit ihrem Leiter Peter Allenschläger das Feuchtbiotop auf Vordermann bringen und bei dieser Gelegenheit eine Bestandsaufnahme der dort angesiedelten Amphibien durchführen. Vorhandene Amphibien werden kurzfristig in Schauaquarien überführt, die für die Besucher am Weg zugänglich sind.

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