Pressemeldung veröffentlichen! | Kategorien | Archiv | Über/Impressum

nächster Artikel | vorheriger Artikel

Seltener Fossa-Nachwuchs zeigt sich den Besuchern

Auch wenn es das Datum vermuten ließe: nein, es handelt sich nicht um einen Aprilscherz. Seit kurzem klettern vier Jungtiere der äußerst selten in Zoos gehaltenen madagassischen Fossa, auch Frettkatze genannt, in ihrer naturnah eingerichteten Anlage im Zoo Duisburg.

Der Zoo Duisburg ist berühmt für seine Haltung und Zuchterfolge dieser eleganten Raubtiere. Seit 1980 hat es kein anderer Zoo geschafft, diese Art in Menschenobhut regelmäßig zu züchten. So obliegt der wissenschaftlichen Leitung auch die Koordination des europäischen wie des Weltbestandes. Gegenwärtig leben weltweit nur etwas mehr als 100 Exemplare in über 40 Institutionen. In Europa wurden 2007 nur fünf Jungtiere geboren, wovon vier davon (3 Männchen, 1 Weibchen) am Kaiserberg auf die Welt kamen!

Die Fossa ist fuchsgroß. Ihr Fell ist einfarbig rostrot, dabei sehr kurz und dicht. Noch heute ist ihre systematische Stellung unklar. Das Raubtier vereinigt einige typische Merkmale sowohl der Schleichkatzen als auch der Echten Katzen. Als lebendes Fossil, das bereits vor über 65 Millionen Jahren auf Madagaskar lebte, wird die Fossa in der heutigen Systematik als einziger Vertreter der Gruppe der Frettkatzen geführt.

Fossas sind Einzelgänger und werden zur Paarungszeit zwischen April und Mai von den Pflegern mit viel Fingerspitzengefühl verpaart. Die Verbindung von Männchen und Weibchen ist so fest, dass die Tiere während der Begattung klettern können! Die Weibchen sind für die Aufzucht der 1 bis 4 Jungtiere, deren Entwicklung ungewöhnlich langsam verläuft, alleine verantwortlich. Größtmögliche Ruhe ist für die Aufzucht vonnöten, weshalb der Zoo Duisburg im für Besucher nicht einsehbaren rückwärtigen Bereich der erst wenige Jahre alten Anlage zahlreiche Zuchtgehege eingerichtet hat.

Apropos Einrichtung: für ihren Einzug in die Schauanlage haben sich Handwerker und Pfleger mächtig ins Zeug gelegt und für allerhand Dekoration gesorgt: dicke Baumstämme wurden geschleppt, Kletteräste zurechtgerückt und Hanfseile angebracht.

Das 5jährige Weibchen MANTADIA, selbst in Duisburg geboren und zum ersten Mal Mutter, erkundschaftete zuerst das neue Gehege, bevor sie es für ihre Jungen freigab, die im Laufgang gespannt abwarteten. Mittlerweile springen und klettern die Jungtiere kreuz und quer durch das Gehege und balgen sich, um sich später in der wärmenden Frühlingssonne ausgiebig auszuruhen.

nächster Artikel | vorheriger Artikel


Google
 

Übernehmen Sie einfach den untenstehenden permanten Link zur Pressemeldung und bauen ihn in Ihre Webseite ein:

*Die hier veröffentlichten Meldungen werden von Unternehmen oder Agenturen eingestellt bzw. direkt oder indirekt an uns übermittelt, das jeweilige Unternehmen wird im Anschluss von "Mehr zu" ODER im Text genannt. Die Veröffentlichung der Pressemeldungen erfolgt in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach Eingang bei uns (Ausnahme: Wochenende). Das hat zur Folge, dass das Veröffentlichungsdatum bei uns nicht zwingend mit dem Datum der Veröffentlichung durch das Unternehmen übereinstimmt.
Für die Korrektheit oder Vollständigkeit der darin enthaltenen Informationen übernimmt die Redaktion von inar.de keine Verantwortung. Bei Fragen zum Inhalt der Meldung wenden Sie sich bitte an den Verfasser (insbesondere bei rechtlichen Fragen, Abmahnungen, etc.).