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Tief im Schatten dieser für Besucher so attraktiven Art finden die nahe verwandten, einheitlich schwarz gefärbten WASSERFRAUCHEN (Suricata aquariatta) grundsätzlich wenig Beachtung bei den Zoobesuchern und werden daher nur von ganz wenigen Zoos überhaupt gehalten.
Die Evolution von Tieren ist Fakt und ihre Weiterentwicklung hat bisweilen als Konsequenz, dass neue Arten entstehen. Für die hoch sozialen und überaus erfolgreich jagenden Erdmännchen wurden Platz und Nahrung knapp. Jahrmillionen hat es gedauert, bis sich neue Merkmale herausgebildet haben und die entstandenen WASSERFRAUCHEN ihre eigene Nische besetzen konnten. Kleine Schwimmhäute, aktiv verschließbare Nasenlöcher, ein mit vertikal gerichteter Endfluke versehener, langschaftiger Steuerschwanz sowie das stark rückgebildete Fellkleid prädestinieren sie nun dazu, in kleinen Flüssen und Sümpfen ihrem räuberischen Naturell nachzukommen und auf Beutezug zu gehen. Wenn sie auch nur recht entfernt an die Gestalt einer Meerjungfrau erinnern, so bescherte ihnen die Ähnlichkeit doch ihren Namen.
Natürlich sind nicht alle Eigenheiten der systematischen Schwesterngruppe verloren gegangen. So jagen die Wasserfrauchen sozial im Familienverband, wobei wie bei den Erdmännchen stets ein Mitglied Wache „schwimmt" und die Gruppe nach allen Seiten gegen anschwimmende Raubfische sichert. Der Warnpfiff hat sich erhalten und wird von Tauchern deutlich vernommen.
Mit dem ursprünglich für heimische Amphibien angelegten Feuchtbiotop in Nähe des Raubtierhauses, hat der Zoo Duisburg eine optimale Unterbringung für Wasserfrauchen gefunden. Eine Zuchtgruppe, die leihweise aus dem Zoo Pretoria eintraf, befindet sich seit ein paar Tagen zur Eingewöhnung im Biotop.
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