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Die nach wie vor hohe Zahl der Straßenkinder liege unter anderem daran, dass die Politik die lokalen Projekte zu wenig unterstütze. Doch auch die föderalen Strukturen Deutschlands erschweren eine erfolgreiche Arbeit: Da es in der Zuständigkeit von Ländern und Kommunen liegt, sich um obdachlose Jugendliche zu kümmern und eine Betreuung sicherzustellen, gibt es keine Lösungsansätze auf bundesweiter Ebene. Bei einer sehr mobilen Zielgruppe, die oft innerhalb kurzer Zeit ihren Aufenthaltsort wechsle, sei eine längerfristige Betreuung so nur schwer möglich. Deswegen seien die Koordination der Arbeit und der fachliche Austausch auf Bundesebene dringend notwendig, so Uwe Britten.
Eine vor kurzem durchgeführte Befragung hat weiterhin ergeben, dass etwa ein Drittel der Jugendlichen, die von den zuständigen Einrichtungen betreut werden, noch zu Hause wohnen. „Hier zeigt sich, wie wichtig die Arbeit mit den Eltern ist", sagte Uwe Britten. „Das ist eine echte präventive Aufgabe und kann eine Eskalation der ‚Straßenkarriere' des Kindes verhindern helfen." Eine weitere künftige Herausforderung der Arbeit mit Straßenkindern in Deutschland werde der Ausbau der ambulanten Weiterbegleitung sein, aber auch eine Erweiterung der Notversorgung, um junge Menschen schnell und unbürokratisch in Wohnraum unterzubringen.
Die Gründung des Bündnisses wird unterstützt von der Aktion „Eine Stunde für die Zukunft - Volkswagen-Belegschaft hilft Kindern in Not" des Volkswagen Konzernbetriebsrates. Über die Aktion werden in Argentinien, Brasilien, Mexiko, Südafrika und Deutschland Projekte für Straßenkinder gefördert.
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