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Ungewöhnlich zahlreicher Nachwuchs bei den Pelikanen im Tierpark Berlin

Für seine langjährigen, regelmäßigen Zuchterfolge bei den Pelikanen ist der Tierpark Berlin bereits international bekannt. Doch in diesem Jahr werden alle bisherigen Rekorde übertroffen. Es begann bereits am 4. Januar mit dem Schlupf des ersten Rotrückenpelikans, dem bisher 9 weitere folgten und der zehnte hat gerade das Ei angepickt. Außerdem schlüpften 3 Rosapelikane, der letzte soeben am 28. Februar, sowie einer der weltweit sehr selten gezüchteten australischen Brillenpelikane. Und ein Ende des reichen Kindersegens ist nicht abzusehen, denn in den Brutmaschinen des Tierparks liegen noch etliche Eier, aus denen in den nächsten Tagen und Wochen weitere Jungvögel schlüpfen werden. Als typische Nestocker sehen die Nestlinge in den ersten Lebenstagen mit ihrer nackten, rosafarbenen Haut und dem übergroßen Kopf mit noch geschlossenen Augen nicht besonders hübsch aus. Sie sind ganz auf die Fürsorge der Tierpfleger angewiesen, die sie mehrmals täglich füttern. Es ist erstaunlich, wie schnell die Jungvögel bei der guten Pflege an Körperfülle und Gewicht zunehmen. Je älter sie werden, umso nachdringlicher fordern sie mit bemerkenswert tiefen, brummenden Lauten ihre täglichen Futterrationen, die bis zu 50% der eigenen Körpermasse betragen können. Erst nach einer Nestlingszeit von 2-3 Monaten sind die jungen Pelikane voll befiedert und flügge. Auch im Zoologischen Garten Berlin wird derzeitig einer der seltenen Brillenpelikane aufgezogen, womit die einzigartigen Erfolge des Tierparks hervorragend ergänzt werden. Der Pelikannachwuchs aus Berlin ist in den Tiergärten europaweit sehr begehrt.

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