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Blumenfarmen, deren Produkte das Siegel tragen, haben sich verpflichtet, Existenz sichernde Löhne zu zahlen, Gewerkschaftsfreiheit zuzusagen und Sozialleistungen zu gewähren. Vorgeschrieben sind außerdem strenge Standards zum Schutz der Arbeiterinnen vor Pestiziden. Unabhängige Kontrolleure der beiden Sozialsiegel prüfen, ob die Farmen diese Sozial- sowie die strengen Umweltstandards umsetzen und einhalten.
„Der Kauf fair gehandelter Blumen hilft auch", so Heuer weiter, „dem zunehmenden Lohndumping in den Produktionsländern sowie der Umweltzerstörung entgegen zu wirken." In diesem Zusammenhang verwies terre des hommes auf die Situation in Kolumbien. Durch die expandierende Blumenindustrie seien mehr als 6.000 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche in Plantagen umgewandelt worden. Die Blumenproduzenten hätten ein eigenes Label auf den Markt gebracht, das aber nur unzureichende Sozialstandards beinhalte. Die Produzenten würden in der Regel nur den gesetzlichen Mindestlohn zahlen und die Beschäftigungsverhältnisse zunehmend befristen. terre des hommes unterstützt die Forderung seiner Projektpartner, Mindestschutzvorschriften auch zum Gegenstand von Wirtschaftsabkommen zwischen den Andenstaaten und der Europäischen Union zu machen.
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