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Gorillas sind die mitunter am stärksten vom Aussterben bedrohte Säugetierart. Vor dem Hintergrund einer zukünftigen und nachhaltigen Gorillazucht im Zoo Duisburg gab es nicht weniger als drei herausragende Transportereignisse im abgelaufenen Jahr. Die fast 12jährige SAFIRI aus dem Zoo Adelaide trat ihre Reise Mitte des Jahres an und integrierte sich problemlos in die bis dahin vom alternden Silberrückenmann CATOU dominierte Gruppe. Gemäß den Empfehlungen des Zuchtkoordinators wanderten CATOU und seine langjährige Spielgefährtin DORLE in den neuen Bioparc Valencia ins sonnige Spanien aus und erhielten dort ihren Altersruhesitz. Beide haben sich bestens dort eingelebt.
Als logischer Schritt folgte in kurzem Abstand darauf, MAPEMA als neuen Zuchtmann nach Duisburg zu holen. Der Gorillamann lebte in den letzten Jahren mit vier weiteren Junggesellen zusammen und erhält nun die Möglichkeit, Chef seines eigenen Harems zu werden. Grundsätzlich werden Menschenaffen während einer Reise von einem ihrer langjährigen Pfleger begleitet, um sie bei der Eingewöhnung mental zu unterstützen. Allerdings war dies bei MAPEMA fast Nebensache, denn sein Interesse galt von Beginn an den Duisburger Weibchen SAFIRI, VIZURI und MOMO. Obschon letztere beim ersten direkten Aufeinandertreffen immer wieder gegen das deutlich kräftigere Männchen koalierten, imponierte der neue Zuchtmann in gorillatypischer Manier mit aufgeblähter Körperhaltung und Brusttrommeln.
Viel Spekulation seitens der Pfleger gab es, welche Rangordnung er bei den drei Weibchen einführen würde. Vor seiner Ankunft dominierte VIZURI über die beiden anderen Artgenossinnen, doch hat sich dies in Richtung SAFIRI verlagert. Schließlich ist sie diejenige, die gerade von MAPEMA gedeckt wurde und so zum Lieblingsweibchen avancierte.
Mittlerweile haben die Gorillas auch Zugang zur Außenanlage erhalten und können dort bei ihren vielfältigen Interaktionen bewundert werden. Duisburgs neuer Zuchtgorilla ist sicher ein Glücksfall: mit großer Sozialkompetenz hat er innerhalb kürzester Zeit, ohne ernsthafte Streitigkeiten, seine Gruppe organisiert, erweist sich beim wichtigen medizinischen Training als äußerst lernbereit und auffassungsstark und markiert hoffentlich den Beginn der Gorillazucht am Kaiserberg.
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