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»Boykotte und Ausgrenzung können den Prozess blockieren. Sie bergen die Gefahr, dass die Fronten zwischen EU und afrikanischen Ländern, die sich solidarisch mit Mugabe zeigen und westliche Einmischung kritisieren, eher verhärten«, betonte Hendrik Hempel, Referent für Soforthilfe bei terre des hommes. Der Westen könne eine konstruktivere Rolle in der Simbabwe-Krise spielen, indem er regionale Initiativen der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) unterstützt und Hilfe bei Aufbau- und Reformprozessen in Aussicht stelle. Die Bundesregierung sollte sich daher dem kritischen Dialog stellen. »Es geht dabei nicht darum, einen Despoten zu hofieren, sondern zu überlegen, wie dem simbabwischen Volk am besten geholfen werden kann.«
Die Lage im Land wird immer dramatischer: Rund 80 Prozent der Bevölkerung ist arbeitslos, die Inflationsrate kaum noch messbar, und schätzungsweise vier Millionen Menschen sind von Hunger bedroht. terre des hommes unterstützt seine Partnerorganisationen dabei, die Auswirkungen der Krise für die Menschen abzumildern. Dazu zählen unter anderem Programme zur Ernährungssicherung: In ländlichen Gebieten unterstützt terre des hommes Menschen dabei, Gemüsegärten anzulegen und eine bessere Grundversorgung für Familien zu gewährleisten. In Kooperation mit dem Auswärtigen Amt erhalten außerdem mehr als 10.000 Kinder zusätzliche Mahlzeiten, um die Folgen von Mangelernährung auszugleichen.
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