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Baby-Gibbon in blond

Es gibt Tier-Ehen im Zoo Duisburg, die besonders lange halten und aus denen über die Jahre hinweg regelmäßig Jungtiere hervorgingen. Ein solches Paar ist das Schopfgibbon-Weibchen SOPHIE zusammen mit ihrem Partner CHARLY, die es Anfang des Monats auf ihr neuntes Jungtier brachten!

Das bei der Geburt nur wenige hundert Gramm schwere Jungtier wird grundsätzlich mit hellem Fellkleid geboren, das bei männlichen Jungtieren mit zunehmendem Alter in ein sattes Schwarz übergeht. Im Moment lässt sich das Geschlecht allerdings noch nicht bestimmen, da das Fellknäuel in den ersten Lebenswochen ständig an Mutters Brust hängt.

Schopfgibbons bevölkern die dichten Regenwälder Südostasiens. Die einheitlich schwarz gefärbten Männchen tragen einen deutlichen weißen Wangenbart sowie einen Längskamm längerer aufrecht stehender Kopfhaare. Die weiblichen Tiere hingegen haben eine hellblonde Fellfarbe. Lediglich auf dem Scheitel findet sich ein schwarzer Fellfleck und auch das Gesicht ist schwarz gefärbt.

Schopfgibbons sind hervorragend an das Leben in Bäumen angepasst. Ihre kräftigen Arme und Hände sind stark verlängert und ermöglichen mit den wie Greifhaken wirkenden Fingern ein geschicktes Schwinghangeln im hohen Geäst der Urwaldbäume. Nur sehr selten klettern sie auf den Waldboden, wo sie in aufrechter Haltung laufen und versuchen, mit den überlangen Armen das Gleichgewicht zu halten.

Im Affenhaus des Zoo Duisburg machen die Schopfgibbons anhand ihrer melodischen, aber äußerst durchdringenden Rufe als Zeichen der Reviermarkierung gegenüber ihren äffischen Mitbewohnern auf sich aufmerksam.

Der Bestand der Schopfgibbons im Freiland ist in den letzten Jahren stark rückläufig. Illegale Bejagung und vor allem die anhaltende Zerstörung des natürlichen Lebensraumes durch Abholzung der Wälder führten gebietsweise zur Ausrottung. Strenge Schutzmaßnahmen sollen das Überleben der letzten Schopfgibbons sichern. Darüber hinaus nimmt der Zoo Duisburg am Erhaltungszuchtprogramm für diese bedrohte Art teil und trägt durch die vielen Nachzuchten wesentlich zur Erhaltung der genetischen Variabilität bei.

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