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Europa verweigert arbeitenden Kindern Einreise zum Weltkongress für Kinderrechte

Die soziale und politische Beteiligung von Kindern ist auch 18 Jahre nach der Verabschiedung der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen ein Stiefkind der Politik. Dies erklärte Wolf-Christian Ramm, Pressesprecher von terre des hommes, zum 18.Jahrestag der Verabschiedung der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen am 20. November 1989.

„Ein wesentliches Element der Kinderrechtskonvention ist die Forderung nach Beteiligung der Kinder und Jugendlichen an allen Angelegenheiten, die sie betreffen", so Ramm. Die spanischen Behörden haben dieser Bestimmung der Konvention keine Beachtung geschenkt. Sie verweigerten den Delegierten der peruanischen Bewegung arbeitender Kinder für den gestern zu Ende gegangenen Dritten Weltkongress für Kinderrechte in Barcelona die Einreisevisa. „Wir finden es widersprüchlich, dass die italienische Vizepräsidentin des Europaparlaments die aktive Beteiligung von Kindern im sozialen und politischen Leben als hoffnungsvolles Zeichen lobt und kurz darauf die Einwanderungsbehörden des EU-Mitgliedslandes Spanien die Beteiligung von Kindern verhindern", erklärte Wolf-Christian Ramm.

Von dem Kongress selbst, an dem neben 500 Erwachsenen trotz der Visaverweigerungen noch 150 Kinder und Jugendliche aus 14 verschiedenen Ländern teilnahmen, haben die Delegierten der terre des hommes-Jugendteams aus Deutschland einen gemischten Eindruck. „Es ist gut, dass ein solcher Kongress stattfindet, doch er ist nur dann wirklich sinnvoll, wenn die Erwachsenen zuhören, was diese Jugendlichen zu sagen haben", kritisiert Ricarda Heinzel, Kongress-Delegierte vom terre des hommes-Jugendteam aus dem niedersächsischen Melle.

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