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SÄCHSISCHER JOURNALISTENPREIS 2007

Redakteure der Sächsischen Zeitung haben den Sächsischen Journalistenpreis 2007 gewonnen. Der Leiter der Lokalredaktion Radeberg, Jens Fritzsche, nahm aus den Händen von Ministerpräsident und Schirmherr des Preises, Georg Milbradt (CDU), am Mittwochabend in der Hochschule für Bildende Künste Dresden den ersten Preis in Höhe von 5.000 Euro entgegen. Mit ihm im Autorenteam sind Katja Gläss, Matthias Weigel, Denni Klein und Michael Trapp (Fotos. Den zweiten Preis erhielt der Hörfunkjournalist Benno Bilk vom MDR-Studio Bautzen (3.000 Euro), den dritten Preis (2.000 Euro) die Leipzigerinnen Yvonne Hensel und Friederike Ursprung von Radio PSR. Das Thema des diesjährigen Journalistenpreises, der vom Verein Landespresseball Sachsen zum vierten Mal ausgeschrieben wurde, lautete: Zukunft trotz Klimawandel. Nach Angaben des Juryvorsitzenden Prof. Wolfgang Donsbach von der TU Dresden hatten die meisten eingereichten Arbeiten eine hohe journalistische Qualität. Es gingen fast doppelt so viele Einsendungen ein wie im Vorjahr, was für eine hohe Attraktivität des Themas im Journalismus spricht. Der Sieger, ein fünfköpfiges Autorenteam der Sächsischen Zeitung, befasste sich in einer Artikelserie zwei Wochen lang täglich mit erneuerbaren Energien im Rödertal bei Dresden. Lokalchef Fritzsche: „Wir haben versucht, auch ungewöhnliche Dinge ins Blickfeld zu rücken, wie einen Solar-Trabi oder Kinder, die beim Rennen im Kindergarten Wärme erzeugen." Die achtköpfige Jury hat die Radeberger Journalisten einstimmig auf den ersten Platz gesetzt. Mit Benno Bilks Hörfunksendung „Historische Sicht - Journalistischer Beitrag aus der Gegenwart" aus dem MDR-Studio Bautzen hat zum ersten Mal ein Beitrag in sorbischer Sprache beim Sächsischen Journalistenpreis gewonnen. Bilk baut in seinem Beitrag eine Brücke zwischen Kinderliedern aus den sechziger Jahren und Schüleraufsätzen der Gegenwart. Er zeigt, wie sich innerhalb von 50 Jahren Zeitgeist und Priorität geändert haben. Yvonne Hensel und Friederike Ursprung gestalteten die „Radio PSR Klima- Offensive", bei der in mehreren populär aufgemachten Beiträgen immer wieder neue Aspekte des Klimawandels aufgegriffen wurden. In einer Festansprache beschrieb der Geschäftsführer der Firma Signet Solar Gunter Ziegenbalg Chancen und Risiken des Klimawandels. Das amerikanisch-deutsch-indische Unternehmen errichtet bei Döbeln eine Anlage zur Herstellung von Photovoltaikmodulen. Zusammenfassend sagte Ziegenbalg: „Als Wissenschaftler und Physiker weiß ich, es ist genügend Energie vorhanden. Als Ingenieur: Es ist möglich, diese Energie zu gewinnen. Und als Unternehmer: Es gibt keinen schönen Strom, nur billigen Strom". Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro stiftete die Sachsen LB. Ulf Mallek, Vorsitzender des Landespresseball Sachsen e.V., bedankte sich dafür. Er gab bekannt, dass die Bank auch im nächsten Jahr ihr Engagement für den Journalistenpreis und den Landespresseball beibehalten wird.

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