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WACKER erweitert Produktion für Biopharma-zeutika am Standort Jena

Der Münchner Chemie- Konzern WACKER baut seine Anlagen zur Herstellung biopharma- zeutischer Produkte am Standort Jena aus. WACKER investiert in den Ausbau der Biotechnologiesparte rund 15 Millionen Euro. Die bereits bestehende Produktionsanlage wird nach dem GMP-Standard (Good Manufacturing Practice) erweitert. Gleichzeitig errichtet WACKER ein neues Gebäude für Prozessentwicklung und Qualitäts- kontrolle. WACKER will mit seiner Tochtergesellschaft Wacker Bio- tech GmbH im Geschäft mit Pharmaproteinen (Biologics) in den nächsten Jahren weiter wachsen und seine Position in diesem Markt stärken. Biologics finden als Wirkstoffe in Arzneimitteln immer mehr Verwendung. Sie kommen beispielsweise bei der Behandlung von Krebs, multipler Sklerose oder Hepatitis zum Einsatz. Mit dem Aus- bau begleitet Wacker Biotech seine Kunden nach der erfolgreichen klinischen Prüfung ihrer Produkte weiter in die kommerzielle Herstel- lung. Gleichzeitig unterstützt WACKER damit die zunehmende Nach- frage nach seiner patentierten E. coli Sekretionstechnologie.

„Mit den neuen Anlagen sind wir in der Lage, sehr viel schneller als bisher in dem attraktiven Markt der Biologics zu wachsen", sagt Dr. Gerhard Schmid, Leiter des Geschäftsbereichs WACKER FINE CHEMICALS, der Biotechnologie- und Feinchemie-Sparte des WACKER-Konzerns. Die Investition umfasst zwei Ausbauprojekte am Standort Jena, der am Beutenbergcampus liegt - einem Forschungscampus mit 1.500 Wissenschaftlern. Die bestehende GMP-Anlage wird auf die doppelte Produktionsfläche erweitert. Mithilfe einer komplett neuen Einrichtung zur Aufreinigung der Produkte sollen vorhandene Engpässe abgebaut werden. Auch die neue Anlage wird gemäß den Richtlinien der US- amerikanischen FDA (Food and Drug Administration) und der Euro- päischen Arzneimittelzulassungsbehörde EMEA für die GMP- gerechte Produktion von Wirkstoffen gestaltet. Wacker Biotech stellt mit dem Ausbau seinen Kunden ausreichende Kapazitäten zur Verfü- gung, um Biopharmazeutika, die sich bereits in der späten Entwick- lungsphase befinden, für die Marktversorgung zu produzieren. Die Erweiterung wird voraussichtlich Ende 2009 vollständig in Betrieb sein. Das zweite Ausbauprojekt ist ein neues Gebäude für Prozessentwick- lung und Qualitätskontrolle. WACKER hat eine proprietäre Sekreti- onstechnologie entwickelt, die von den Kunden sehr gut angenom- men wird. Dieses patentierte, auf E.coli basierende WACKER- Sekretionssystem ist eine innovative Technologie zur kostengünsti- gen Herstellung von Proteinen. Deshalb erweitert die Wacker Biotech GmbH nun ihre Anlagen für die Prozessentwicklung, um den wach- senden Kundenanfragen nachkommen zu können. Die Labore für die Qualitätskontrolle werden ebenfalls ausgebaut. Dadurch kann die Wacker Biotech GmbH die stetig steigenden Anforderungen der Zu-lassungsbehörden an die analytische Charakterisierung der Produkte und Prozesse optimal erfüllen. Das neue Gebäude soll planmäßig Ende 2008 fertig gestellt werden. „Mit der Investition in die neuen Produktionsanlagen hat WACKER einen weiteren wichtigen strategischen Schritt im zukunftsträchtigen und schnell wachsenden Marktsegment der Biologics getan", sagt Dr. Thomas Maier, Geschäftsführer der Wacker Biotech GmbH. "WACKER stellt damit für seine Kunden und ihre erfolgreichen Pro- dukte die erforderlichen Produktionskapazitäten bereit. Gleichzeitig können wir auf diese Weise unsere Sekretionstechnologie nun noch mehr Kunden zugänglich machen."

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