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Höhlenkinder endlich ausgeflogen: Dreifacher Nachwuchs bei den afrikanischen Deckens Tokos!
Geheimnisvoll und längst noch nicht völlig geklärt ist die merkwürdige Brutbiologie der in Afrika und Asien verbreiteten Hornvögel.Nur mit zwei Ausnahmen gleicht sich die Fortpflanzung bei allen Arten der mächtigen Schnabelträger: Die Weibchen ziehen sich in Baumhöhlen zurück, verschließen den Eingang mit einer betonharten Masse, legen die Eier, bebrüten diese und verlassen das selbst gesuchte Gefängnis erst dann, wenn die Jungen ausgewachsen und befiedert sind. Während der gesamten Zeit, die je nach Art bis 41/2 Monate dauern kann, werden das Weibchen und später auch die Jungen ausschließlich vom Männchen durch einen schmalen Schlitz mit Futter versorgt. Verlassen Jungen und Mutter die Bruthöhle, sind sie keinesfalls verschmutzt, sondern in blitzsauberem Gefieder, was selbst für den fachkundigen Beobachter jedes Mal wieder vollkommen verwunderlich ist.
Das Weibchen der elstergroßen Deckens Tokos im Zoo fing im Juni mit dem Einmauern in ihrem hölzernen Brutstammes an und am 11. September verließ sie ihn zusammen mit drei kräftigen Jungen. Während der ganzen langen Zeit hatte der Vater volles Programm mit der Versorgung von Weib und Kindern. Im Zoo wird natürlich immer für genügend Futter gesorgt, was in Freiheit nicht unbedingt der Fall ist. Als Futter dienen süßes Obst, große Insekten und als Leckerbissen auch mal eine nestjunge Maus.
Natürlich steckt hinter der ungewöhnlichen Brutbiologie der Hornvögel ein biologischer Sinn. Die verschlossene Höhle bietet Schutz vor Fressfeinden und da an erster Stelle vor baumbewohnenden Schlangen.
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