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Sieben Tage für eine nachhaltige Mobilität

Unter dem Motto „Straßen zum Leben“ starten am 16. September 2007 im Rahmen der „Europäischen Woche der Mobilität“ in vielen Städten und Gemeinden Aktionen zum Thema nachhaltige Mobilität.Bereits zum sechsten Mal zeigen viele Kommunen gemeinsam mit Verkehrsbetrieben, Vereinen und Bürgerinnen und Bürgern praktische Möglichkeiten, wie jede und jeder Einzelne sich umweltgerecht fortbewegen kann. „Ob Auto, Motorrad, Bahn oder Lkw – mobil sein ist uns allen wichtig, birgt aber Risiken für Mensch und Umwelt: Schlechte Luft, Lärm und Unfälle gefährden unsere Gesundheit und beeinträchtigen städtische Lebens- und Erholungsräume“, sagt Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA). Die Europäische Woche der Mobilität bietet den Kommunen eine gute Gelegenheit, gemeinsam mit der Bevölkerung zu überlegen, wie jede und jeder Einzelne auch mit weniger Verkehrsaufwand mobil bleiben kann. „Niemand soll auf Mobilität verzichten – vor allem nicht, wenn sie oder er auf ein bestimmtes Verkehrsmittel angewiesen ist. Freude am Fahren gibt es jedoch auch auf dem Rad“, so Troge. Das UBA unterstützt in diesem Jahr an seinem neuen Standort aktiv die Stadt Dessau-Roßlau bei der Aktionswoche und lädt selbst zum Mitmachen und Informieren ein.

Pro Jahr steigt die Zahl der in der Europäischen Union zugelassenen Pkw um mehr als drei Millionen. Diese Tendenz führt vor allem in Städten zu zahlreichen Problemen: Schlechte Luftqualität und Lärm - als Folge des zunehmenden Verkehrs - belasten die Bürgerinnen und Bürger, sie können sogar deren Gesundheit beeinträchtigen. Zudem erhöht sich mit einem stärkeren Verkehrsaufkommen die Unfallgefahr für alle Verkehrsteilnehmer. Auch für die Wirtschaft können sich Probleme ergeben – etwa hinsichtlich der Logistik. Wachsender Verkehr auf den Straßen kann zu mehr Staus führen und damit beispielsweise zu Schwierigkeiten bei der Warenlieferung.

Gerade in Stadtgebieten ist besonders die Qualität der Umwelt für die Gesundheit und Lebensqualität ihrer Bewohnerinnen und Bewohner wichtig. Die Städte und Gemeinden sollten allein deshalb auf den zunehmenden Verkehr und die daraus resultierenden Belastungen reagieren – etwa mit einem intelligenten Verkehrsmanagement. Indem die Kommunen den öffentlichen Nahverkehr, den Fahrradverkehr und das Zufußgehen fördern, können sie dem Pkw als dominantes Verkehrsmittel Alternativen entgegensetzen. Die Kommunen könnten Straßenflächen, die bislang für den motorisierten Verkehr reserviert sind, wieder einer breiteren Nutzerschicht zur Verfügung stellen, etwa indem sie aus einer Durchgangsstraße eine Spiel- oder Fahrradstraße machten. Attraktive öffentliche Räume lassen sich so vom Menschen zurückerobern oder sie entstehen sogar neu, was den Sinn für Nachbarschaft und Zusammengehörigkeit der Bürgerinnen und Bürger stärken kann.

Viele Städte wollen im Rahmen der diesjährigen Europäischen Woche der Mobilität mit neuen Projekten positive Beispiele liefern und für den Umstieg auf Bus, Bahn oder Fahrrad, für das Zufußgehen und für die bewusste Wiederentdeckung städtischer Räume werben. Die Stadt Dessau-Roßlau, die Dessauer Verkehrsgesellschaft, die Hochschule Anhalt und das UBA gestalten – unter der Überschrift „Grün statt grau in Dessau-Roßlau“ - die diesjährige Woche der Mobilität gemeinsam und wollen vor Ort einen aktiven Beitrag zur Förderung des Nachhaltigkeitsgedankens im Verkehrsbereich leisten.

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