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23. August: Tag zur Erinnerung an die Sklaverei und ihre Abschaffung

Aus Anlass des morgigen internationalen Gedenktages an das Verbrechen der Sklaverei fordert das entwicklungspolitische Kinderhilfswerk terre des hommes die deutsche Regierung auf, die Konvention des Europarates gegen Menschenhandel aus dem Jahr 2005 zu ratifizieren.„Das wäre ein wichtiger Schritt zu einem verbesserten Opferschutz sowie zur Bekämpfung des Menschenhandels in Deutschland“, so Claudia Ehlers, Kinderhandelsexpertin von terre des hommes.

Weltweit unterstützt terre des hommes 40 Projekte gegen Kinderhandel. Sie beugen dem Einsatz von Kindern etwa als Prostituierte, Bettel- oder Klaukinder oder als Arbeitssklaven in Steinbrüchen, auf Kakao- oder Baumwollplantagen vor. Auch die direkte Unterstützung von Opfern wird in terre des hommes-Projekten geleistet.

Am 23. August wird an den Sklavenaufstand von 1793 in Santo Domingo erinnert. Er war ein Markstein im Kampf um die Abschaffung der Sklaverei. Knapp zehn Jahre später, vor 200 Jahren, hatte das britische Parlament das Verbot der Sklaverei im gesamten Kolonialreich beschlossen. Trotz solcher historischer Errungenschaften sei das Problem auch heute noch aktuell, erklärte Ehlers mit Verweis auf neue Formen sklavereiähnlicher Abhängigkeitsverhältnisse, auf die Großbritannien jüngst mit der Verabschiedung eines nationalen Aktionsplanes zur Bekämpfung des Menschenhandels reagiert hat.

„Auch in Deutschland wäre es wünschenswert, dass auf eine solche Weise die Arbeit von Polizei, Innenministerium, Jugendämtern und sozialen Einrichtungen stärker koordiniert und die Öffentlichkeit besser aufgeklärt wird“, so Claudia Ehlers. Derzeit falle die Strafverfolgung in die Zuständigkeit der Länder. Dadurch komme es auch im Kampf gegen Menschenhandel zu unterschiedlichen Ansätzen. Eine bessere Abstimmung und stärkere Zusammenarbeit könne die Wirkung der Maßnahmen erhöhen.

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