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Bio-Kräuter für den Balkon: Alnatura startet vierte Saatgutaktion zugunsten der ökologischen Pflanzenzüchtung

Mit den ersten warmen Frühlingstagen beginnt für Hobbygärtner wieder die schönste Zeit des Jahres. Ebenso wie Bio-Kunden sind auch vielen engagierten Gärtnern pestizid- und gentechnikfreie Lebensmittel wichtig, und sie wollen im eigenen Garten einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten.Durch die Aussaat von ökologisch gezogenem Saatgut im Schrebergarten, Balkonkasten oder Kräutertopf auf der Fensterbank lässt sich garantiert rückstandsfreies Bio-Gemüse ernten. Wenn dann noch der Erlös aus dem Kauf des Bio-Saatguts der ökologischen Pflanzenzüchtung zugutekommt, schließt sich ein sinnvoller Kreislauf: Bereits zum vierten Mal führt Alnatura gemeinsam mit der Zukunftsstiftung Landwirtschaft eine Aktion zugunsten der ökologischen Saatgutforschung durch. Fünf biologisch-dynamisch gezogene Saatgutsorten sind ab sofort in den Alnatura Filialen und in den Drogeriemärkten von dm und Budni erhältlich. Angeboten werden Saatguttütchen mit Kräutern und Gemüsesorten, die sich besonders gut auf dem heimischen Balkon oder im Garten ziehen lassen: Basilikum, Kresse, Petersilie, Radieschen und Cocktailtomaten zum Preis von je 0,95 bis 1,75 Euro. Den kompletten Reinerlös aus dem Verkauf spendet Alnatura an den Saatgutfonds der Zukunftsstiftung Landwirtschaft, der damit die Weiterentwicklung und Züchtung von ökologischem Saatgut finanziert.

Warum ökologisches Saatgut?
Eine eigenständige ökologische Saatgutzüchtung verhindert, dass der Bio-Landbau von den wenigen Firmen abhängig wird, die weltweit den Saatgutmarkt beherrschen. Diese Firmen fördern vor allem die Entwicklung von Hybrid-Pflanzen, die im konventionellen Anbau bereits mehr als 70 Prozent der verfügbaren Gemüsepflanzen-Sorten ausmachen. Hybrid-Pflanzen sind nicht vermehrungsfähig, was bedeutet, dass die Bauern immer wieder neues Saatgut kaufen müssen. Ökozüchter hingegen arbeiten mit samenfesten Sorten, das heißt mit Pflanzen, deren Saatgut wieder auf den Feldern ausgesät werden kann.

*Mit unserem Saatgutfonds wollen wir auch regionalen Züchtungsprojekten eine Chance geben, damit diese neben den weltweit agierenden Pflanzenzüchtungskonzernen bestehen können", betont Katharina Reuter, Geschäftsführerin der Zukunftsstiftung Landwirtschaft.

Eine eigenständige biologische Züchtung ist notwendig, um für die spezifischen Bedingungen im Öko-Landbau passende Sorten zu entwickeln, die auch ohne den Einsatz von Chemie stabile Erträge bringen. *In der konventionellen Landwirtschaft wird auf Hochleistung und schönes Aussehen gezüchtet. Gurken und Auberginen müssen groß und makellos sein, Geschmack und gesunde Inhaltsstoffe sind oft zweitrangig", erläutert Oliver Willing, Agraringenieur bei der Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Anders in der biologischen Saatgutzüchtung, die im Einklang mit der Natur arbeitet: Öko-Saatgut muss robuster sein, denn die Pflanzen wachsen ohne Kunstdünger und chemisch-synthetische Spritzmittel. Zudem stehen in der ökologischen Züchtung Geschmack sowie ein hoher Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Obst und Gemüse im Vordergrund.

Die vom Saatgutfonds der Zukunftsstiftung Landwirtschaft geförderten Projekte engagieren sich nicht nur für neue Gemüse- und Getreidesorten, sondern entwickeln auch alte Sorten weiter. Bei den Alnatura Saatgutaktionen der Vorjahre wurden insgesamt 250.000 Samentütchen verkauft und rund 100.000 Euro für die ökologische Saatgutforschung gespendet. Seitdem konnten beim Bundessortenamt sieben Gemüsesorten sowie drei Weizen und drei Dinkelsorten angemeldet werden.

*Es ist gar nicht selbstverständlich, heute an das zu denken, was unsere Kinder und Enkel einmal essen werden. Die Saatgutaktion von Alnatura, dm und Budni zeigt, dass genau diese zukunftsweisenden Fragen in den Unternehmen bewegt werden", so Katharina Reuter, Geschäftsführerin der Zukunftsstiftung Landwirtschaft.

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