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Vor allem von der Nachfrage nach hohen Bandbreiten profitieren die Service-Provider. Weltweit gab es im Mai 2007 200 Millionen DSL-Kunden. In Deutschland werden bis Ende des Jahres rund 18 Millionen User per DSL-Verbindung im Internet surfen. DSL ist als Datentransporter unverzichtbar geworden. Allein die regelmäßigen Datenupdates der gängigen Betriebssysteme erreichen eine Größe von mehreren hundert Megabytes pro Jahr. Diese Datenmengen sind mit schmalbandigen Anschlüssen nicht mehr zu bewältigen. Gleichzeitig unterstützt die Breitbandtechnik sämtliche Arten medialer Dienste wie Internet-TV und Video-on-demand. Diese Services fassen immer stärker Fuß. Dies treibt die Nachfrage nach höheren Bandbreiten zusätzlich nach oben. Schon heute verbrauchen einzelne Web-Anwendungen extrem hohe Anteile der weltweit zur Verfügung stehenden Bandbreite. Allein die Web-2.0-Plattform YouTube ist mit ihren Online-Videos für zehn Prozent des gesamten Internet-Datenverkehrs verantwortlich. Unterhaltungsdienste rücken somit verstärkt in den Fokus der DSL-Anbieter. Weiter wachsende Qualitätsansprüche an bewegte Bilder werden die Nachfrage nach höheren Bandbreiten weiter steigen lassen. In den kommenden fünf Jahren werden beispielsweise mehr als zwei Millionen deutsche Haushalte IP-TV nutzen.
Beim Angebot des reinen DSL-Anschlusses droht den Anbietern allerdings ein Margenproblem. Denn im Geschäft mit DSL-Anschlüssen hat ein ruinöser Preiswettbewerb eingesetzt. Breitband-Internet wird zur Commodity-Lösung. Die Folge: Trotz optimierter Kostenstruktur sorgen die sinkenden Preise bei den Anbietern für nachhaltig rückläufige Profite. Eine Differenzierung als Preisführer ist auf einem derart niedrigen Niveau kaum mehr möglich. Zudem ist die Technik mittlerweile soweit ausgereift, dass sich Breitbandanschlüsse qualitativ nicht mehr unterscheiden lassen. Der Service ist ebenfalls vergleichbar. Auch Triple-Play- und Quadruple-Play-Angebote entsprechen sich untereinander.
Die Anbieter stehen damit vor der Herausforderung, sich vom Wettbewerb abzuheben, um dem Preiswettbewerb zu entgehen. Viele Telko-Unternehmen gehen dazu über, sich mit zusätzlichen Dienstleistungen als Mehrwertanbieter zu präsentieren. Mediale Inhalte und Unterhaltungsservices über Internetportale und Downloadseiten sowie Kooperationen mit starken und bekannten Marken sollen den DSL-Anschluss aufwerten. Für die Telko-Unternehmen wird es deshalb in Zukunft darauf ankommen, verstärkt in ihr Markenimage zu investieren und den Kunden Produkte als Erlebnis und als Lösung zu präsentieren.
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