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Roaming: EU-Ministerrat fordert weit mehr als nur günstige SMS

Gestern stimmten die zuständigen EU-Telekommunikations-Minister dem von der EU-Kommissarin Viviane Reding eingereichten Gesetzesentwurf zur erneuten Senkung der Roaming-Gebühren im EU-Ausland in vollem Umfang zu. Wie das Onlinemagazin www.teltarif.de am gestrigen Abend aus Brüssel erfuhr, haben die EU-Minister wesentlich mehr Punkte befürwortet als die bereits viel diskutierte Senkung der SMS-Preise auf 13 Cent brutto. "Der Entwurf von Viviane Reding sieht eine Deckelung der Großhandelspreise für mobile Datenübertragungen spätestens ab Juli 2010 vor. Zudem sollen die bereits heute regulierten Gesprächspreise im EU-Ausland auch nach 2010 in weiteren Schritten gesenkt werden", erläutert Bettina Seute, Sprecherin von www.teltarif.de die genauen Inhalte.

Die Gesprächspreise sollen auch nach 2010 noch weiter fallen. Dabei fordern die Minister nicht nur sinkende Preise, sondern zusätzlich auch einen verbraucherfreundlicheren Abrechnungstakt der Roaminggespräche innerhalb der EU. Die Abrechnung wird dabei abgesehen von der ersten halben Minute sekundengenau erfolgen. Zudem sollen ab Juli 2012 im Euro-Tarif nur noch rund 40,5 Cent für abgehende und knapp 12 Cent (jeweils inkl. Mehrwertsteuer) für angenommene Anrufe innerhalb der EU anfallen. Bei der mobilen Datennutzung im EU-Ausland erhält der Kunde spätestens ab Juli 2010 eine Warnung bei Erreichen eines von ihm festgelegten Rechnungsbetrages.

Damit die neuen Regelungen wie geplant zum 1. Juli 2009 in Kraft treten können, muss nun das EU-Parlament noch seine Zustimmung geben. Dies wird voraussichtlich für Frühjahr 2009 erwartet.

Meldung von: teltarif.de Onlineverlag GmbH

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