nächster Artikel |
vorheriger Artikel
International Roaming - Spartipps für den Urlaub mit dem Handy
Mit dem Handy auch im Ausland mobil zu telefonieren ist heute selbstverständlich, denn dazu bedarf es keiner besonderen technischen Fähigkeiten. Einfach das Gerät einschalten, der Rest läuft von alleine, denn die deutschen Provider haben entsprechende Verträge für das so genannte „International Roaming“ mit Mobilfunkanbietern in anderen Ländern.Einschränkung: Sie benötigen ein Dualband- oder Triband-Mobiltelefon, welches sich in ausländische Netze einbuchen kann, denn nicht in allen Ländern wird auf denselben Frequenzen telefoniert wie in Deutschland.
Trotzdem lohnt es sich, ein paar Hinweise zu beachten, um nicht in die Kostenfalle zu tappen und nach dem Urlaub eine dreistellige Handyrechnung vorzufinden. Denn trotz Regulierung und spezieller Angebote: Handy-Telefonate im Ausland sind immer teurer als im Inland. Zudem wird auch derjenige, der im Ausland Gespräche annimmt, zur Kasse gebeten und zahlt pro Gesprächsminute.
Kostenfalle Mailbox.
Das Benutzen der Mailbox kann im Ausland teuer werden: „Viele Kunden wissen nicht, dass in diesem Fall das Gespräch bei manchen Anbietern von Deutschland aus in das jeweilige Land, in dem sich der Angerufene gerade aufhält, weitergeleitet wird, und wenn sich dieser nicht meldet dann zurück auf die Mailbox nach Deutschland. Das kann also doppelt teuer werden“,
erklärt Henrik Wolter, Geschäftsführer des Internet-Portals handytarife.de.
Als weitere Spartipps empfiehlt Wolter: „Kunden sollten bereits vor der Abreise auf der Internetseite ihres Mobilfunkanbieters prüfen, welche Partnernetze dieser im Ausland verwendet. Bucht man sich dort manuell ein, so telefoniert man vor Ort wesentlich günstiger.“ Und statt eines Telefonats genügt auch mal eine kurze SMS-Kurzmitteilung an die Daheimgebliebenen, rät der Tarif-Experte weiter. Prepaid-Karten sollten zudem vor der Abreise noch einmal aufgeladen werden.
Wer regelmäßig außerhalb Deutschlands unterwegs ist sollte darüber nachdenken, sich eine ausländische Prepaid-Karte zuzulegen. Damit lassen sich Kosten für das Angerufenwerden vermeiden. Nachteil: Man erhält eine neue Rufnummer, die man den Anrufern vorher mitteilen muss.
Europa wird billiger.
Die Europäische Union hat kürzlich Höchstgrenzen für Internationale Handygespräche beschlossen. Danach dürfen Telefonate aus dem europäischen Ausland maximal rund 58 Cent pro Minute kosten, für angenommene Gespräche sind höchstens rund 29 Cent pro Minute erlaubt. Die Umsetzung dieser Verordnung durch die Mobilfunkkonzerne wird voraussichtlich jedoch erst im
Spätsommer erfolgen.
Doch schon jetzt haben zahlreiche Netzbetreiber und Provider reagiert und spezielle Auslandstarife auf den Markt gebracht. Beim „Vodafone Reiseversprechen“ beispielsweise telefonieren Kunden zu den gleichen Konditionen wie zuhause in Deutschland und können zudem ihre Inklusivminuten nutzen, lediglich ein einmaliger Zuschlag von 75 Cent pro Gespräch wird
erhoben. Diese International Roaming Option ist kostenlos, man muss sich jedoch einmalig dafür anmelden.
Auch die anderen Netzbetreiber bieten spezielle Auslandstarife für das Handy, ebenso haben bereits jetzt schon einige Discounter ihre Tarife auf die von der EU verordnete Höchstgrenze reduziert.
nächster Artikel |
vorheriger Artikel