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RWTH Aachen rechnet mit Microsoft Windows High Performance Computing Server

Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen hat in ihrem Rechen- und Kommunikationszentrum (RZ) den Unix-HPC-Cluster um einen Microsoft Windows High Performance Computing Server ergänzt. Die Programmierung parallel rechnender, HPC-fähiger Anwendungen erfolgt mit der Microsoft Visual Studio-Entwicklungsumgebung. Durch die Erweiterung können jetzt auch jene Anwender, die zum Beispiel aufgrund von Industriekooperationen auf Windows als Plattform fokussiert sind, den leistungsstarken HPC-Rechner im RZ für ihre Forschung nutzen.

"Die Windows HPC-Ressourcen, die wir als Rechen- und Kommunikationszentrum zum parallelen Rechnen anbieten, sind für unsere Wissenschaftler und ihre Aufgaben ein ganz klarer Wettbewerbsvorteil. Mit der durchgängigen Windows HPC-Lösung in dieser Größenordnung können unsere Nutzer vollkommen neue Ergebnisse erzielen, die so vorher nicht möglich waren", sagt Dieter an Mey, Leiter der Gruppe Hochleistungsrechnen am Rechen- und Kommunikationszentrum der RWTH Aachen. "So leistet die Windows HPC-Lösung an unserer Hochschule einen aktiven Beitrag zum besseren wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn durch Simulation-Science", ergänzt Projektleiter Christian Terboven.

Im Rahmen eines Kooperationsvertrages zwischen der Microsoft Deutschland GmbH und der RWTH Aachen wird das RZ der Hochschule als Windows High Performance Cluster Competence Center (WinHP3C) fungieren und in diesem Rahmen auch eine deutsche Windows HPC Nutzergruppe (WinHPC-UG) initiieren. Diese soll als Plattform für den Erfahrungs¬austausch für Anwender dienen. Die erste Windows HPC-Nutzergruppen-Veranstaltung wird bereits am 21. und 22. April 2008 in Aachen durchgeführt und erfreut sich bereits regen Zuspruchs.

Wolfgang Dreyer, Product Solution Manager High Performance Computing bei Microsoft Deutschland: "Die Verarbeitung sehr großer Datenmengen in kürzester Zeit ist für die Forschung extrem wichtig. Die Möglichkeit der Simulation-Science, wie sie durch High Performance Computing erst realisierbar wird, eröffnet den Wissenschaftlern völlig neue Perspektiven. Wir sind sehr gespannt auf die Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen und dem Austausch in der HPC User Group."

Hochleistungsrechnen für jedermann

High Performance Computing erlaubt es, die für Simulationen aktueller technischer Probleme benötigte hohe Leistung durch die Aggregation von Prozessoren zu realisieren. Diese sind in Gruppen eng integriert in einem Parallelrechner eingebaut, so dass sie auf einen gemeinsamen Hauptspeicher zugreifen können. Darüber hinaus werden diese Gruppen durch ein schnelles Netzwerk zu einem Verbund ("Cluster") zusammengeschaltet. Dies ermöglicht eine bedarfsgerechte Skalierung über die engen Grenzen eines einzelnen Computers hinaus.

Mit dem auf Microsoft Windows High Performance Computing Server betriebenen Hochleistungsrechen-Cluster können Nutzer nun parallele Anwendungen aus ihrer vertrauten Windows-Oberfläche heraus erstellen, da die integrierte Entwicklungsumgebung von Microsoft Visual Studio mit ihrer komfortablen und interaktiven grafischen Programmieroberfläche den Anwendern zugute kommt. Zusätzlich ist in Visual Studio die direkte Unterstützung HPC-spezifischer Funktionen und Schnittstellen wie MPI (Message Passing Interface) und OpenMP (Open Multi-Processing) bereits integriert. Dies vereinfacht abermals die Erstellung entsprechender Anwendungen.

Das RZ der RWTH Aachen evaluiert derzeit die gegenwärtig noch als Betaversion verfügbare Microsoft Windows HPC Server 2008 Software, die auch für den aktuellen TOP500-Benchmarklauf eingesetzt wurde. Sobald die neue Version offiziell verfügbar ist, plant das RZ der RWTH den Umstieg von Windows High Performance Computing Server 2003 auf Windows HPC Server 2008, um die Vorteile der neuen Version - wie den hochgradig skalierbaren Job-Scheduler oder Network-Direct zur Performancesteigerung - nutzen zu können.

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