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Office Open XML wird als weltweiter ISO/IEC-Standard anerkannt

Nach mehr als 14 Monaten intensiver erneuter Überarbeitung hat das technische Komitee der Internationalen Organisation für Normung (ISO) und der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC) ( www.iso.org) das formale Verfahren zur Verabschiedung des Standardentwurfs nach (DIS) 29500 für Office Open XML (Open XML) von Ecma abgeschlossen. Insgesamt 86 Prozent aller nationalen Ländermitgliedsvertreter, die an dem Überprüfungsverfahren teilgenommen haben, sowie 75 Prozent der direkt bei ISO/SC34 aktiven nationalen Ländermitgliedsvertreter (auch P-Mitglieder genannt) unterstützen die Ratifizierung der Dokumentformatsspezifikation Office Open XML. Damit ist Office Open XML nun wie HTML, PDF und ODF offener Standard für den Austausch von Dokumentenformaten gemäß der ISO- und IEC-Bestimmungen. Bereits 2006 war Office Open XML von Ecma International als Standard anerkannt worden.

"Von dieser Entscheidung profitieren Technologieanwender und Regierungen, denn sie können das Dokumenten-Format wählen, das am besten ihren Ansprüchen genügt", erklärte Achim Berg, Vorsitzender der Geschäftsführung Microsoft Deutschland. "Durch die konstruktiven Kommentare und Anmerkungen von Experten aus der ganzen Welt konnte der Office Open XML Standard im Verlauf des ISO-Verfahrens weiter optimiert und so noch besser an die Anforderungen unserer Kunden und von Softwareentwicklern angepasst werden. Wir werden auch weiterhin mit Standardisierungsgremien weltweit zusammenarbeiten, um die Interoperabilität zwischen verschiedenen Technologieplattformen zu verbessern und somit Innovationen zu fördern."

"Aus Sicht eines mittelständischen ITK-Unternehmens ist die Standardisierung von Open XML bei ISO sehr zu begrüßen: Wir haben mit dem Standard eine stabile und sichere Plattform für zukünftige Entwicklungen und können somit am Office-Markt besser partizipieren", erläutert Thilo Schuster, Geschäftsführer der cit GmbH.

Auch im Öffentlichen Sektor wird das ISO-Votum sehr positiv bewertet: "Wir begrüßen die Entscheidung zum Dokumentenformat Office Open XML durch die internationale Standardisierungsorganisation ISO sehr", so der Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes Franz-Reinhard Habbel. "Viele deutsche Städte und Gemeinden setzen auf verbreitete Lösungen wie beispielsweise die der Firma Microsoft, die eine möglichste große Investitionssicherheit gewährleisten, sowie auf die Kompatibilität eines künftigen Dokumentenformatstandards mit vorhandenen Dokumenten. Deshalb ist die Überführung des überwiegend eingesetzten Dokumentenformats in einen ISO-Standard im Interesse der meisten deutschen Städte und Gemeinden. Durch die Standardisierung von Office Open XML ist für Städte und Gemeinden die Möglichkeit gegeben, einen Standard auswählen zu können, der den jeweiligen Einsatzszenarien am besten entspricht."

Breite weltweite Unterstützung von Office Open XML

Der offene Standard hat bereits weite Verbreitung in der Softwareindustrie gefunden und wird auf einer ganzen Reihe von Technologieplattformen verwendet - einschließlich Linux, Windows, Mac OS und Palm OS. Verschiedenste Anbieter von Software und Systemplattformen weltweit - wie z.B. Apple, Corel, Sun Microsystems, Microsoft und Novell - entwickeln bereits Lösungen mit Open XML. Unabhängige Untersuchungen haben ergeben, dass die Anwendung von Open XML in der nächsten Zeit wahrscheinlich noch zunehmen wird (Quelle: "What's Up, .DOC? ODF, OOXML, and the Revolutionary Implications of XML in Productivity Applications³ von Guy Creese und Peter O'Kelly, Burton Group, 2008)

Unternehmen und Behörden, die jetzt schon mit Open XML arbeiten, können die Vorteile dieses offenen Dateiformats in den Bereichen Daten- und Dateimanagement, Datenwiederherstellung, Interoperabilität mit Line-of-Businesssytemen und einer langfristigen Dokumenterhaltung bestätigen. Open XML-Dateiformate sind für die Migration der bisherigen Office Dokumente optimiert, was die Übertragung mehrerer Milliarden bereits existierender Dokumente in das XML Format erleichtert. Durch die Trennung von den eigentlichen Anwendungsdaten und deren Darstellung in Open XML Formaten können verschiedenste Daten und Datentypen beliebig gemischt werden. Dies bedeutet, dass Organisationen Open XML-Formate nutzen können, um Informationen aus anderen Anwendungen und Systemen übertragen zu können, ohne diese erst konvertieren zu müssen. Darüber hinaus bietet Office Open XML Entwicklern die Möglichkeit, Geschäftsdaten zur Laufzeit in ihre Dokumente einzubinden oder ihre Dokumente mit "Tags" nach einem eigenen Kategorisierungssystem auszuzeichnen, um die Kenntlichmachung der Dokumentinhalte zu verbessern.

Weitere Informationen über Open XML sowie über vorhandene Lösungen, welche die offene Standardspezifikation bereits nutzen, sind über www.openxmlcommunity.org/inuse.aspx erhältlich.

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