Mit ihren historischen Villen im Stil der Bäderarchitektur begeistert die Wilhelmstraße jeden, der Sellin besucht. Fürst Wilhelm I. zu Putbus sorgte dafür, dass 1896 aus dem früheren „Grünen Steg“ eine Allee mit Promenadenwegen wurde.

Luftbild Ostseebad Sellin (c) Gemeinde Ostseebad Sellin
Schon bald folgte das erste Hotel am Hochufer. Die restaurierten Häuser machen heute wieder den einzigartigen Charme des Ostseebades aus. In strahlend weißen Ferienpensionen oder herausragenden Wellness-Hotels nimmt man Quartier. Straßencafés, internationale Restaurants und Boutiquen laden zu einem entspannten Besuch oder zum Shopping ein. Wer jemals erlebt hat, wie an einem milden Sonnentag das Licht der Ostsee gelassen durch die Häuser der Wilhelmstraße weht, der spürt die Poesie dieses besonderen Badeortes an der Ostseeküste.
Die Wilhelmstraße (ehemals der Grüne Steg)
1895 noch ein Waldweg (Grüner Steg zwischen dem Dorf und dem Außenstrand)
1896 wurde eine breite Straße mit Promenadenwegen angelegt, wie sie heute noch besteht
1896 Die erste Bepflanzung bestand aus Kastanien, die schon vor 1900 durch Linden ersetzt wurden
1896 erbaut der ehemalige Postagent aus Lanken-Granitz , Johannes Russow, am Hochufer und an der neuen Strasse ein Hotel und damit das erste Gebäude in der Straße überhaupt.
Das Grundstück kostete 7 Goldmark/qm, für damalige Verhältnisse ein sehr hoher Preis.
Die Straße, wie auch das Hotel erhielten zu Ehren des Putbusser Fürsten, dem Eigentümer des Grund und Bodens und Initiators des Badeortes Sellin, die Namen„Wilhelmstrasse“ und „Fürst Wilhelm“.
1927 wird die Wilhelmstraße durchgehend mit schwedischem Granit gepflastert.
1933/34 entsteht das heutige „Xenia“ als letzter großer Hotelneubau mit Namen „Schloss am Meer“ in der Wilhelmstraße.
Nach 1990 beschloß die Gemeindevertretung des Ostseebades eine Sanierungssatzung für das Gebiet der Wilhelmstraße. Diese sah eine Wiederherstellung der Gebäudearchitektur nach historischem Vorbild vor. Inzwischen sind die meisten der villenartigen Bauwerke durch ihre Besitzer liebevoll und mit hohem materiellem Aufwand restauriert worden und vermitteln stolz das Lebensgefühl vergangener Zeiten.