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Neue Methode bei Osteoporose: Radiofrequenz-Kyphoplastie richtet gebrochene Wirbelkörp

Brüche der Wirbelsäule, ob als Folge von Knochenschwund (Osteoporose) oder anderen Ereignissen, lassen sich mithilfe eines neuen Verfahrens jetzt noch sicherer, knochenschonend und substanzerhaltend wieder aufrichten.

Bei der sogenannten Radiofrequenz-Kyphoplastie (RFK) geben Mediziner einen speziell entwickelten gummiartigen Knochenzement in den porösen Wirbel. Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden zerstört die zähe Masse das Knocheninnere dabei nicht, sondern umschließt die feinen Wirbelstrukturen und härtet an Ort und Stelle aus. Dank der Zugabe von Radiofrequenzenergie erreicht der ohnehin zähe Zement seine sehr hohe Viskosität. So lässt sich das Risiko von Zementaustritten in den sensiblen Bereichen minimieren und der Wirbel kann ohne zusätzliche Maßnahmen stabilisiert und gegebenenfalls aufgerichtet werden. Vorteile für die Patienten liegen in der Regel neben der hohen Sicherheit in einer kurzen Operationsdauer und einer schnellen Rehabilitationszeit.

Gummiartiger Zement bringt Lebensqualität zurück
Die neue Methode kann unter Lokalanästhesie gegebenenfalls auch ambulant durchgeführt werden und dauert nur etwa 25 Minuten pro Wirbel – knapp die Hälfte der herkömmlichen Operationszeit. Hiervon profitieren besonders ältere Patienten. Über nur einen einzigen kleinen Zugang führt der Mediziner eine schmale Kanüle unter Sichtkontrolle in den behandlungsbedürftigen Wirbelkörper ein. Mit einem feinen Instrument, an dessen Ende sich eine bewegliche Spitze befindet, legt der Arzt gezielt kleine Gänge im porösen Knochen an. Bevor aber der Zement in die betroffene Stelle gelangt, kommt die Radiofrequenzenergie hinzu. In diesem Moment verändert der Zement seine Eigenschaft und wird zäh wie Harz. Der gummiartige Knochenzement gelangt kontrolliert und sicher in den vorbereiteten Hohlraum. Von hier aus bahnt sich die Masse ihren Weg durch die feinen Gänge des Knocheninneren und umschließt die löchrige Struktur, ohne diese zu zerstören. Anschließend härtet der Zement aus und dient als aktive Stabilisierung des gebrochenen Wirbelkörpers. Zurück bleibt ein kleiner Schnitt, der nicht genäht werden muss. Gewöhnlich kommt es innerhalb kurzer Zeit zu einer Schmerzlinderung und einer damit verbundenen dauerhaften Steigerung der Lebensqualität.

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