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Gewissenhafte Pflege entscheidend für Langlebigkeit von Zahnimplantaten

Ob durch Erkrankung oder Unfall - in manchen Fällen lässt sich der Verlust eines oder mehrerer Zähne leider nicht vermeiden. Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, entstandene Lücken mit Implantaten zu schließen, da sie sich in der Regel nicht von natürlichen Zähnen unterscheiden lassen, Funktionen echter Zähne übernehmen und so Kieferknochenabbau vermeiden. „Doch nur bei richtiger Pflege bewahren Implantate sowohl ihren hohen ästhetischen als auch funktionalen Anspruch. Engagement des Patienten bei der täglichen Reinigung spielt deshalb eine wichtige Rolle, damit die wieder gewonnene Lebensqualität erhalten bleibt", erläutert Dr. Dr. Ralf Luckey, MSc, leitender Zahnarzt am Diagnostikzentrum für Implantologie und Gesichtsästhetik (DIG) der Implantatzahnklinik in Hannover (IKH).

Richtige Technik entscheidender als Häufigkeit

Besonders der Übergang vom Implantat zum Zahnfleischrand bedarf bei manueller Reinigung besonderer Sorgfalt, da sich vor allem hier Bakterien ansiedeln und Beläge bilden. Zahnfleischentzündungen entstehen, die selbst den Kieferknochen angreifen, sodass dieser sich zurückbildet. In dem Fall spricht man von Periimplantitis, wodurch Implantate an Halt verlieren, zu wackeln beginnen und im schlimmsten Fall ausfallen. Aber auch ein Zuviel an Pflege verursacht möglicherweise Schaden: Zu fester Druck reizt das Zahnfleisch und trägt sogar Substanz vom Implantat ab. Bei optimaler Technik und geeigneten Hilfsmitteln wie Interdentalbürsten reicht eine gründliche Reinigung morgens und abends. Ob manuell oder mithilfe einer elektrischen Zahnbürste, richtet sich nach den individuellen Vorlieben jedes Einzelnen. Borsten sollten jedoch nicht zu hart sein, um Verletzungen am sensiblen Zahnfleisch vorzubeugen. Zur optimalen Reinigung steht der Bürstenkopf in einem 45-Grad-Winkel zum Zahn. Neben dem Putzen gehört die tägliche Reinigung mit Zahnseide ebenfalls zum Standard, denn nur so gelingt es, Ablagerungen zwischen Implantaten effektiv zu entfernen. „Wer mag, verwendet statt Zahnseide Interdentalbürsten, die es in verschiedenen Längen und Durchmessern gibt, sodass jeder die für sich ideale Bürste findet", erklärt Dr. Luckey. Da Metall jedoch die Krone möglicherweise beschädigt, sollten Implantatträger ausschließlich drahtlose Bürsten benutzen.

Regelmäßige professionelle Reinigung

Abgesehen von der täglichen häuslichen Pflege spielen regelmäßige Kontrolle und professionelle Reinigung durch den Zahnarzt eine wichtige Rolle. Kurz nach einer Implantation sollte dies jedes Quartal erfolgen, später alle sechs Monate. Nur der Zahnarzt oder dessen Prophylaxefachkraft erkennt zweifelsfrei, ob sich Implantate und Zahnfleisch in gutem Zustand befinden oder ob Entzündungen vorliegen. Gleichzeitig säubert er das Gebiss restlos von Bakterien und Ablagerungen. Deshalb stellt professionell durchgeführte Zahnreinigung eine wichtige Ergänzung zur alltäglichen Prophylaxe dar. Pflegen Patienten ihre Implantate in dieser Weise regelmäßig und gewissenhaft, bestehen beste Chancen, lebenslang strahlend schöne Zähne zeigen zu können.

Weitere Informationen unter www.implantatzentrum-hannover.de

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