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Im Bereich der Dyskalkulieforschung erlangen mathematische Vorläuferfertigkeiten zunehmend an Bedeutung. Wie in der bereits weiter fortgeschrittenen Legasthenieforschung gilt es spezifische Basisfertigkeiten zu bestimmen, die sich als relevante Vorläufer schulischer Mathematikleistungen erweisen. „Aktuelle Befunde machen deutlich, dass Kinder mit Dyskalkulie tatsächlich bereits im Kindergarten Auffälligkeiten im Umgang mit Zahlen zeigen. Die Befunde sind höchst vielversprechend in Bezug auf die Früherkennung von Risikokindern für Dyskalkulie. Eltern, Erzieher und Lehrer müssen über die Risikofaktoren der verschiedenen Teilleistungsstörungen aufgeklärt sein, damit sie rechtzeitig die notwendigen Fördermaßnahmen einleiten können", fordert Landerl.
Auf dem 16. Bundeskongress des BVL, Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V., vom 2. bis 5. Oktober 2008 in Berlin, werden aktuelle Forschungsergebnisse zur Legasthenie und Dyskalkulie vorgestellt. In einer Vielzahl von Symposien und Workshops wird über Früherkennung und Förderung bei Legasthenie, Dyskalkulie und ADHS referiert sowie rechtliche Rahmenbedingungen aufgezeigt. Die Themen haben für Erzieher, Lehrer, Therapeuten und Eltern einen hohen Praxisbezug. Für Eltern gibt es zusätzlich ein Elternsymposium.
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