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Vorbei die Zeiten der wackligen Prothesen, die der „Kukident"-Generation häufig das Leben schwer machten. „Gerade bei Teil- und Vollprothesenträgern bildet sich aufgrund einer falschen Belastung der Kiefernknochen zurück", betont der Dortmunder Facharzt Dr. Dr. Manfred Nilius. „Und genau das kann dann zur Instabilität führen." Ein Problem, über das Patienten mit modernen Zahnimplantaten nur müde lächeln können. Dank modernster Computertechnik aus Schweden verfügen ihre „Dritten" nicht nur über einen perfekten Sitz, „sondern sind auch ästhetisch ohne Makel", betont der promovierte Kiefer- und Gesichts-Chirurg. Statt der herkömmlichen Metalle wie Gold und Stahl bevorzugt er neuerdings die Keramik „Zirkonoxid" für den Implantataufbau. „Damit ist endlich das Problem der nicht selten auftretenden Metallunverträglichkeit vom (Behandlungs-)Tisch." Und auch optisch spricht einiges für die neue Alternative: „Der bei Implantaten früher häufige Grauschimmer ist garantiert kein Thema mehr", versichert Dr. Nilius. Zudem gilt Zirkonoxid als besonders hart und widerstandsfähig, weshalb es auch seit Jahren in der Formel 1 als Bremsmaterial dient.
Unproblematisch wie das Material ist auch die Implantation selbst: „In der Regel bietet der Kiefernknochen einer Zahnlücke ausreichende Substanz für ein Keramik-Implantat" berichtet Dr. Nilius. Ein Skalpell ist dabei überflüssig. „Wir schneiden die Schleimhäute nicht auf, sondern stanzen statt dessen Löcher", erläutert der 39jährige Mediziner. Der Vorteil für den Patienten: Die Wunden verheilen schneller, Schwellungen und Schmerzen werden erheblich reduziert. Den perfekten Biss garantiert „Kollege Computer", in dem er „dank spezieller Software Position, Winkel und Größe des zu setzenden Implantates auf den Millimeter genau berechnet." Auf Basis dieser präzisen Informationen erstellt der Facharzt eine Bohrschablone für den Kiefer, "die Fehlbohrungen und eventuell nötige Anpassungen ausschließt." Diese Planungssicherheit bedeutet für den Patienten ein minimales Operationsrisiko und zudem einen erstaunlich geringen Zeitaufwand: Selbst komplette Zahnreihen beider Kiefer lassen sich bequem in nur einer Sitzung während einer längeren Mittagspause einpassen. „Nach ein bis zwei Stunden kann der Patient die Klinik wieder verlassen", versichert Dr. Nilius, der als einziger Facharzt Nordrhein-Westfalens Kollegen in dieser neuen Behandlungsart ausbildet. Doch nicht nur bei Dentisten ist sein spezielles Wissen geschätzt: Als ausgewählter regionaler Fifa-WM-Arzt hätte er im vorletzten Sommer auch Ballack, Ronaldinho & Co. im Falle eines Unfalls „auf den Zahn gefühlt" - was aber glücklicherweise bei keinem WM-Spiel im Dortmunder Stadion notwendig wurde.
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