Pressemeldung veröffentlichen! | Kategorien | Archiv | Über/Impressum

nächster Artikel | vorheriger Artikel

HERMES AWARD 2008

Unter insgesamt über 50 Bewerbungen hat eine unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), fünf Unternehmen für den HERMES AWARD 2008 nominiert. Dieser Preis ist der weltweit höchstdotierte internationale Technologiepreis und wird alljährlich im Rahmen der Eröffnungsfeier der HANNOVER MESSE übergeben.

"Die kräftigen Zuwächse bei den Innovationsaufwendungen der Industrie in den letzten beiden Jahren tragen erste Früchte: Die Qualität der Einreichungen beim HERMES AWARD ist erneut deutlich gestiegen, sodass es bereits ein Kopf-an-Kopf-Rennen gab, um unter die Top Five zu kommen. Eine Nominierung ist daher schon als Spitzenleistung zu werten. Auch wenn es am 20. April nur einen Sieger geben wird: Exzellent sind alle fünf nominierten Produkte", sagt Wahlster im Rahmen der Jury Sitzung.

Für den mit 100 000 Euro dotierten Preis der HANNOVER MESSE wurden folgende Unternehmen nominiert (Auflistung hier in alphabetischer Reihenfolge):

Herrenknecht AG, Schwanau: Bei der innovativen und effizienten Pipeline-Technologie Direct Pipe handelt es sich um ein Verfahren zur unterirdischen Pipeline-Verlegung, in dem in einem Arbeitsgang im Horizontalbohrverfahren sowohl die Bohrung gesetzt wird als auch die Rohre der Pipeline in diese Bohrung eingebracht werden. Eine hydraulische Vorschubeinheit umfasst und klemmt dabei die vorgefertigten und geprüften Pipelines und presst diese Rohre in direktem Anschluss hinter dem Bohrkopf ins Erdreich. Dieses Verfahren ermöglicht eine Beschleunigung beim Verlegen von Pipelines und reduziert so die Kosten für das Bohrequipment, die Baustelleneinrichtung sowie das Personal.

Hydac Electronic GmbH, Saarbrücken: Bei dem HYDACLab Ölzustandsmesser handelt es sich um einen kompakten Multisensor zur Zustandsüberwachung von Hydraulik- und Schmierölen. Dabei wird online die relative Änderung der Fluidparameter Viskosität, Dielektrizitätszahl, Wassergehalt und Temperatur überwacht und mit den Sollwerten sowie Toleranzgrenzen abgeglichen. Dabei wurden erstmals die vier relevanten Sensoren zur Zustandsüberwachung von Hydraulik- und Schmierölen in einem kompakten Modul kombiniert. Durch Überwachung und Aufzeichnung des Fluidzustandes können einerseits Frühausfälle und Folgeschäden an Maschinen und Komponenten vermieden und andererseits der Wartungsaufwand deutlich verringert werden. Durch optimierte Ölwechselintervalle wird die Umweltbelastung stark reduziert, da die Entsorgung von Altöl auf ein Minimum verringert wird.

Pepperl + Fuchs GmbH, Mannheim: Das Projekt DART (Dynamic Arc Recognition and Termination) ist ein Explosionsschutz, der in explosionsgefährdeten industriellen Bereichen die Eigensicherheit erweitert. Elektrische Funken werden in den ersten Mikrosekunden während der Entstehung durch eine schnelle Abschaltung des Stromkreises sicher gelöscht. Dadurch kann die Leistung elektrischer Geräte in eigengesicherten Stromkreisen auf 50 Watt erhöht werden, diese war beim konventionellen Schutz bisher auf zwein Watt begrenzt. DART ergänzt die Eigensicherheit im explosionsgefährdeten Bereich um eine dynamische Komponente und erhöht die verfügbare Leistung um den Faktor 10 bis 20.

Trithor GmbH und Bültmann GmbH, Rheinbach/Neuenrade: Bei dem hocheffizienten Induktionsheizer wird die Erwärmung eines Werkstücks durch Rotation des Werkstücks im magnetischen Gleichfeld eines Hochtemperatur-Supraleiters realisiert. Die Energie zur Erwärmung des Werkstücks wird dabei durch den Antrieb zur Rotation auf das Werkstück übertragen, und der Wirkungsgrad steigt auf über 80 Prozent. Die Supraleitertechnologie wird damit erstmals in einem sehr weit verbreiteten industriellen Prozess angewendet und ermöglicht erhebliche Energieeinsparpotenziale gegenüber dem konventionellen Induktionsheizer. Hier liegt der Wirkungsgrad aufgrund der hohen elektrischen Verluste bei rund 50 Prozent.

Sensitec GmbH, Lahnau: Der entwickelte Sensor nutzt einen magnetischen Effekt - als Riesen-Magnetowiderstand (Giant Magneto Resistance - GMR) durch den Physik-Nobelpreis 2007 an Prof. Peter Grünberg bekannt - und kombiniert einen GMR-Chip und Stützmagneten zur Generierung des optimal abgestimmten Magnetfeldes in einem Gehäuse. Die GMR-Technologie ist damit erstmals für präzise und zugleich robuste Messaufgaben in industriellen und medizintechnischen Anwendungen verfügbar. Der Effekt wird hier industriell als Drehgeber genutzt. Durch periodische Modulierung eines starken Magnetfeldes wird die lineare oder rotatorische Bewegung ferromagnetischer Bauteile, wie zum Beispiel Zahnräder oder Zahnstangen, berührungslos detektiert. Die präzisen und hochdynamischen Sensoren eignen sich zur Regelung von elektrischen Antrieben.

nächster Artikel | vorheriger Artikel


Google
 

Übernehmen Sie einfach den untenstehenden permanten Link zur Pressemeldung und bauen ihn in Ihre Webseite ein:

*Die hier veröffentlichten Meldungen werden von Unternehmen oder Agenturen eingestellt bzw. direkt oder indirekt an uns übermittelt, das jeweilige Unternehmen wird im Anschluss von "Mehr zu" ODER im Text genannt. Die Veröffentlichung der Pressemeldungen erfolgt in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach Eingang bei uns (Ausnahme: Wochenende). Das hat zur Folge, dass das Veröffentlichungsdatum bei uns nicht zwingend mit dem Datum der Veröffentlichung durch das Unternehmen übereinstimmt.
Für die Korrektheit oder Vollständigkeit der darin enthaltenen Informationen übernimmt die Redaktion von inar.de keine Verantwortung. Bei Fragen zum Inhalt der Meldung wenden Sie sich bitte an den Verfasser (insbesondere bei rechtlichen Fragen, Abmahnungen, etc.).