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Nach einer aktuellen Untersuchung des Research- und Consulting-Hauses Experton Group haben in den vergangenen sechs Monaten alle wesentlichen CPU-Anbieter deutliche Fortschritte beim Energieverbrauch gemacht. Dies betrifft sowohl die Leistungsaufnahme im Leerlauf als auch unter Teil- oder Volllast. Mit DDR3-Speicherbausteinen stehe zudem eine neue Technologie zur Verfügung, die deutlich Energie sparender arbeite als ihre Vorgänger. Deshalb sollen die Anwender schon bald erheblich energieeffizientere Geräte kaufen können. Auch entsprechend ausgerüstete Rechenzentren sollen Industrie und Handel beim Energiesparen unterstützen. Den Analysten zufolge lasten viele Firmen ihre Server- und Storage-Komponenten zu weniger als 40 Prozent aus. Allerdings mangelt es vielerorts auch noch an Fachwissen über das Thema. Dabei kommen nach Berechnungen der Analysten von IDC heute auf jeden US-Dollar, den ein CIO für einen neuen Server ausgibt, 50 US-Cent für die Stromversorgung und Kühlung. Sollte sich bis 2010 nichts ändern, werden es bereits 70 US-Cent sein.
Es ist also Zeit zum Handeln. Insbesondere der dramatisch steigende Kostendruck für Energie hat in den vergangenen Monaten zu einer zunehmenden Bereitschaft der Industrie geführt, den Verbrauch von Rohstoffen und Energie auf den Prüfstand zu stellen. Auch die Politik fordert angesichts der Diskussionen um den Klimawandel ein Umdenken der Industrie. Der ehemalige deutsche Umweltminister und heutige Executive Director des Umweltschutzprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), Klaus Töpfer, sagte kürzlich auf dem European ICT Forum in Berlin Unternehmen große Marktchancen voraus, die sich mit der Ressourcen schonenden Produktion und Wiederverwertung von Rohstoffen beschäftigen. Die Experton Group erwartet, dass der Markt für Green IT bis 2010 um durchschnittlich 66 Prozent pro Jahr wachsen wird. Nach einer Studie von Symantec gehören die Asiaten zu den Vorreitern. 60 Prozent der dortigen Unternehmen antworteten auf die Frage, ob sie bereits über eine Green-Data-Center-Strategie verfügen, mit "Ja". In Europa waren es immerhin 55 Prozent, in den USA 34 Prozent.
Deutsche Haushalte könnten bis zu 100 Euro Stromkosten jährlich sparen
Auch viele privat betriebene, elektronische Geräte verbrauchen unnötig Strom, wenn sie nicht ausgeschaltet werden - sei es der rund um die Uhr im Bereitschaftsmodus schlummernde Fernseher, Sat-Receiver oder PC. Lässt man alle Geräte im Stand-by-Modus laufen, sind sie für etwa zehn Prozent des gesamten Stromverbrauchs eines durchschnittlichen deutschen Haushalts verantwortlich. Dabei kommen pro Jahr schnell Kosten von bis zu 100 Euro zusammen.
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