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Postbank: Mehrwertsteuererhoehung kostet Unternehmen sieben Milliarden Euro
Die Mehrwertsteuererhöhung wird die deutschen Unternehmen im Jahr 2007 rund sieben Milliarden Euro kosten. Das haben die Volkswirte der Deutschen Postbank AG errechnet. Die zusätzliche Steuerbelastung entspricht gut einem Prozent der gesamten Unternehmens- und Vermögenseinkommen des vergangenen Jahres.Nach Einschätzung der Postbank ist die Zusatzbelastung für die Unternehmen gut zu verkraften. "Die Unternehmensgewinne werden auch in diesem Jahr wieder kräftig steigen", sagt Dr. Marco Bargel, der Chefvolkswirt der Bonner Bank. Die Postbank erwartet bei den DAX30-Unternehmen einen Gewinnanstieg von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Summe der Gewinne allein der DAX30-Unternehmen dürfte in diesem Jahr bei rund 60 Milliarden Euro liegen.
Die höhere Mehrwertsteuer belastet die Unternehmen unterschiedlich stark. Knapp die Hälfte der in Deutschland verbrauchten Güter und Dienstleistungen sind von der Mehrwertsteuer befreit oder haben einen reduzierten Steuersatz. Der Buchhandel, der Lebensmittelsektor und der öffentliche Nahverkehr sind aus diesem Grund von der Steuererhöhung kaum betroffen.
Anders sieht es in Branchen mit starkem Wettbewerb oder elastischer Nachfrage aus. Je stärker die Konsumenten auf eine Preiserhöhung durch Einschränkung ihrer Nachfrage oder Ausweichen auf andere Produkte reagieren, desto höher ist der Anteil der Steuererhöhung, den die Hersteller und der Handel selbst tragen müssen. Die Preise für Haushaltsgeräte lagen zum Beispiel im Januar, trotz Mehrwertsteuererhöhung, 0,5% unter dem Niveau des Vorjahres, während das allgemeine Preisniveau im gleichen Zeitraum um 1,6% stieg. Dagegen konnten Dienstleistungsbetriebe wie Handwerk und Reinigung die höhere Steuer auf ihre Preise aufschlagen.
Insgesamt rechnet Postbank Research mit einer zusätzlichen Belastung aus der Mehrwertsteuererhöhung von 20 Milliarden Euro. Mit sieben Milliarden entfällt davon gut ein Drittel auf die Unternehmen, knapp zwei Drittel oder 13 Milliarden tragen die Verbraucher.
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