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Ganzjahresreifen auf Wintertauglichkeit getestet

Stuttgart (ACE) 12. Oktober 2010 - Für Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sind auch sogenannte Ganzjahresreifen für Fahrten auf Matsch und Schnee geeignet. ...Stuttgart (ACE) 12. Oktober 2010 - Für Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sind auch sogenannte Ganzjahresreifen für Fahrten auf Matsch und Schnee geeignet. Aber was taugen solche Allwetter-Pneus? Der ACE Auto Club Europa ist dieser Frage nachgegangen und hat jetzt zusammen mit der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) vier handelsübliche "Alleskönner" in der Dimension 185/60 R15H getestet. Diese Reifengröße wird für Kleinwagen wie VW Polo & Co. verwendet.

Testsieger unter den Allwetterreifen wurde der mit einem "sehr empfehlenswert" bewertete Hankook Optimo 4S 4-Seasons (Reifensatz: rund 260 Euro). Der Goodyear Vector 4 Seasons (rund 370 Euro) und der Vredestein Quatrac 3 (rund 285 Euro) erhielten von den Testern die Note "empfehlenswert", während der Federal Super Steel 657 (rund 195 Euro) als "nicht empfehlenswert" eingestuft wurde. Auf Schnee funktionieren alle drei der als empfehlenswert bewerteten Ganzjahresreifen überraschend gut, wobei auf dem als besonders unfallträchtig eingestuften Schneematsch die Fabrikate von Hankook und Vredestein "erstklassige" Ergebnisse erzielen konnten. Bei sommerlichen Straßenverhältnissen hingegen punkteten die Ganzjahresreifen hinsichtlich Lenkpräzision und Bremswege nicht mehr so gut.

Die Tester von ACE und GTÜ kommen zu dem Ergebnis, dass Ganzjahresreifen für Klein- und Kompaktwagen durchaus eine Alternative zu Saisonreifen darstellen können. Wer vorwiegend im städtischen Bereich unterwegs ist, dem dürften Ganzjahresreifen wahrscheinlich genügen. Fahrer schneller Limousinen oder Sportwagen sollten besser die üblichen Saisonreifen aufziehen.

Der ACE geht davon aus, dass bei der bevorstehenden Neuregelungen der Straßenverkehrsordnung (StVO) genau beschrieben wird, was unter winterlichen Straßenverhältnissen und Winterreifen zu verstehen ist. Bei den Reifen wird sich die Verordnung voraussichtlich an den Bezeichnungen der Hersteller orientieren. Für Verkehrsminister Ramsauer zählen demnach zu Winterreifen auch M+S Reifen sowie "Allwetterreifen" oder Reifen mit einem Schneesymbol. Von 2014 an soll es laut ACE europaweit herstellerunabhängige Testate für Winterreifen geben.

Der ACE hat dem Gesetzgeber vorgeworfen, er habe es bislang versäumt, allgemein verbindliche technische Leistungsstandards für Winterreifen vorzuschreiben.

Die "Winterreifendebatte" ist von einem Urteil des Oberlandesgerichtes Oldenburg ausgelöst worden, das Bußgelder bei falscher Bereifung als verfassungswidrig bezeichnete. Bisher sind in einem solchen Fall bis 40 Euro Bußgeld zu entrichten. Der ACE hatte bereits Mitte August auf einen Handlungsbedarf in Sachen Winterreifenpflicht und StVO hingewiesen.


Die ACE-Infografiken können Sie unter www.ace-online.de/grafiken abrufen.

Unternehmensprofil:
1965 gegründet, liegt der ACE im Preis-Leistungsverhältnis heute an der Spitze aller Anbieter von Schutzbriefleistungen.
Er ist zudem der bislang einzige TÜV-zertifizierte Autoclub in Deutschland.
Heute zählt der ACE bereits rund 550.000 Mitglieder; einschließlich sämtlicher Familienmitgliedschaften können zusammen genommen mehr als 1,2 Millionen Menschen auf die Hilfe des Clubs zählen.
Europaweit gesteuert und logistisch betreut werden die Hilfseinsätze von der Stuttgarter Clubzentrale aus.

Der ACE Auto Club Europa ist Mitglied im Verbund Europäischer Automobilclubs (EAC), http://www.eac-web.eu

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