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Bundesarbeitsminister Olaf Scholz besucht Audi

Olaf Scholz ist heute zu Gast am Audi Standort Neckarsulm. Bei einem Rundgang durch die Manufaktur des Audi Sportwagens R8 hat der Bundesminister für Arbeit und Soziales einen Einblick gewonnen, wie sich das Unternehmen heute schon auf die Herausforderungen des demografischen Wandels vorbereitet. Audi Personalvorstand Dr. Werner Widuckel zeigte am praktischen Beispiel, wie und warum das Unternehmen auf die Erfahrungen älterer Mitarbeiter baut.

Jeder dritte Mitarbeiter bei Audi wird im Jahr 2015 älter als 50 Jahre sein. „Darauf müssen wir uns schon heute vorbereiten, um die Beschäftigungsfähigkeit unserer Mitarbeiter zu sichern", sagte Widuckel. „Wer jetzt nicht handelt, gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und damit die Arbeitsplatzsicherheit der Mitarbeiter."

Der Audi Personalvorstand begrüße einen Gedankenaustausch zwischen Wirtschaft und Politik, gerade zu einem Thema wie dem demografischen Wandel, der eine Herausforderung an alle Bereiche der Gesellschaft stelle.

Bundesarbeitsminister Scholz forderte: "Was wir aber brauchen ist, dass die Beschäftigung Älterer Normalität wird. Und zwar nicht einiger weniger Älterer, sondern einer nennenswerten Zahl. Denn erst das wird Realitäten verändern. Die über 45-Jährigen sind heute in Deutschland die am besten ausgebildete Gruppe der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Auf ihr Können und ihre Erfahrung kann unsere Arbeitswelt gar nicht verzichten."

Ein Beispiel dafür ist das Projekt „SilverLine" in Neckarsulm: Die AUDI AG hat in der Manufaktur ihres exklusiven Sportwagens R8 erstmals die Altersstruktur der Mitarbeiter bei einem Fahrzeuganlauf gezielt beeinflusst. Widuckel erläuterte, dass das Unternehmen zum einen die Fachkenntnis und Kompetenz von erfahrenen Mitarbeitern, den so genannten „SilverLinern", benötige; auf der anderen Seite hätten sich längere Taktzeiten und wechselnde Tätigkeiten für diese Altersgruppe besonders angeboten.

Die Herausforderungen des demografischen Wandels zu meistern, sei nicht alleine eine personalwirtschaftliche, sondern eine gesamtunternehmerische Aufgabe. „Wir haben schon im Jahr 2005 begonnen, die Weichen hierfür zu stellen und ein Projekt 'Demografie' gestartet. Die Zusammenarbeit aller Geschäftsbereiche ist dabei die wesentliche Grundlage", erklärte der Audi Personalvorstand. 'SilverLine' war das erste konkrete Demografie-Projekt, das umgesetzt wurde. „Wir werden die hierbei gewonnenen Erkenntnisse auf andere Projekte im Unternehmen übertragen", gab Widuckel einen Blick in die Zukunft.

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