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Das Daten Kontroll Center visualisiert Fahrzeugprojekte wirklichkeitsgetreu auf Basis von Konstruktionsdaten. Anschließend werden sie dem Vorstand präsentiert, der diese Daten abnimmt und für den Serienprozess der Erstellung von Betriebsmitteln und Anlagen freigibt.
„Die neue Technologie im Daten Kontroll Center ist die Schnittstelle zwischen Mensch und Technik beim Prozess der Serienfreigabe", erklärt VR-Entwickler Carsten Huschka. „Hier wird die gesamte sichtbare Fahrzeugoberfläche geprüft, um die Anmutungsqualität zu gewährleisten, die der Kunde wahrnimmt und erwartet."
Der Projektor, mit dem diese Präsentationen möglich gemacht werden, wurde eigentlich für das digitale Kino entwickelt und stammt von Sony Business Systems. Mithilfe des Sony SRX-S110 4K-Projektors (Silicon X-tal Reflective Display) werden die komplexen 3D-Datenmodelle der Rechner in 4.096 x 2.160 aktive Bildpunkte aufgelöst - viermal so hoch wie der Standard für hochauflösendes Fernsehen. Die Fahrzeugmodelle können so in der Darstellung von 5,6 Millionen Pixel, im Design-Check sogar 7,4 Millionen Pixel, auf einer Fläche von sechs Meter Breite und zwei Meter dreißig Höhe, der Powerwall, im Originalmaßstab präsentiert werden.
An der Projektionsanlage hängt nicht nur ein Rechner, sondern ein Rechnerverbund, der aus neuester Rechner-Hardware besteht. Die Rechner sind über einen sogenannten Pixelprozessor mit der Projektionsanlage verbunden. Dieser fügt die einzelnen Elemente zusammen und kann auch andere Medien, etwa Fotos als Picture-in-Picture (PiP) einblenden. Die beiden neuen Anlagen im Audi Design-Check in der Technischen Entwicklung und im Daten Kontroll Center der Planung wurden zusammen mit der Audi IT-Planung nahezu zeitgleich konzipiert und umgesetzt.
„Die Verwendung dieses Projektors bringt uns große Vorteile bei der Design-Check Kontrolle", so Christian Ziller, Koordinator des Projekts im Design Check bei Audi. „Ohne Edgeblending haben wir jetzt zum Beispiel eine nahtlose Bilddarstellung und können durch die gute Bildqualität und das hervorragende Kontrastverhältnis auch kleinste Details kontrollieren", sagt Ziller. Der Design-Check ist ein Visualisierungs- und Entscheidungsprozess, mit dem Ziel, Fehlentwicklungen zu vermeiden. Er beginnt in der Konzeptphase und endet mit der Markteinführung eines neuen Modells. Während des Prozesses können Konzepte und aktuelle Entwicklungsstände frühzeitig visualisiert und verifiziert werden. Auch hier erweist sich die neue Präsentationstechnologie als vorteilhaft.
Virtuelle Kameraflüge um das Exterieur und durch das Interieur des Fahrzeugs im Design-Check und im Daten Kontroll Center ermöglichen die genaue Begutachtung der im Computer entwickelten Fahrzeuggeometrien. Abweichungen der Oberflächenstruktur können sofort erkannt und kleinste Abstände und Fugen exakt vermessen werden.
Greifbar und „lebensecht" erscheinen dabei die unterschiedlichen Materialien - vom schillernden Lack bis zur feinen Lederstruktur. Die realistischen Lichtverhältnisse, wie Schattenwurf und Spiegelungen, erzeugen für den Betrachter ein „Fahrzeug zum Einsteigen" auf der Powerwall - wie man das Fahrzeug auch dreht und wendet. Für die Datenkontrolle ist dies von enormem Nutzen, da Messabweichungen leicht festgestellt und analysiert werden können. Damit können Verfeinerungen am Fahrzeug schnell vorgenommen werden.
Mit dem neuen Projektor können im Virtual Reality Studio der Planung nun Dimensionen gezeigt werden, für die bisher eine Konstruktion von sechs Projektoren benötigt wurde. Das so genannte „Edgeblending", das bei dieser Methode an den Überlappungen der von den separaten Projektoren dargestellten Bilder entstand, entfällt nun völlig. Mit der neuen Präsentationstechnologie ist nicht nur eine nahtlose Bilddarstellung möglich, die optimale Ergebnisse liefert, sondern durch die kontrastreiche Bildqualität können alle Details genau kontrolliert werden.
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